Reise durch die slowenischen Alpen und Kranj

12. Juli 2023 | immer.unterwegs

Auf der Durchreise nach Kroatien durch die slowenischen Alpen und den Karawanken-Tunnel war ich schon mindestens zehnmal… ABER endlich durfte ich ein paar wunderschöne erlebnisreiche Sommertage auf Pressereise in dem kleinen Land mit nur 2,1 Millionen Einwohnern verbringen, das sich zu Recht das „Grüne Herz Europas“ nennt.

Im Herzen Europas – Slowenien

Mit dem Flixbus ist man von München aus in zirka fünf Stunden in Bled. Dort wurde unsere kleine Reisegruppe abgeholt, und es ging sofort weiter zum Mittagessen in die urige Holzblockhütte Kosobrin am Eingang zur Kransjka Gora Region, einem Ski-, Radler- und Wanderparadies in den Julischen Alpen.

Hier kocht die Chefin persönlich, und es gibt regionale Spezialitäten: einfach und doch von höchster Qualität. Besonders lecker war Jota, ein vegetarischer Eintopf mit Zwiebeln, Kartoffeln, Sauerkraut und Bohnen, und zum Dessert gab es selbstgemachtes Eis mit Pistazien und Kürbiskernöl. Zum Aprés Ski oder als Zwischenstopp beim Wandern sehr zu empfehlen. Die Brunarica Kosobrin bietet auch Fremdenzimmer an.

kosobrin.eu

Nordic Center Planica

Planica ist ein berühmter Wintersport- und Skispringer-Ort in den slowenischen Alpen mit der bis heute längsten Sprungschanze der Welt, die immer noch benutzt wird. Ein kleines Museum dokumentiert die Geschichte, auch die der Fernseh- und Radioübertragungen. Bei schlechtem Wetter ein guter Tipp und für Wintersportfans ein Muss.

Ein Film zeigt die Geschichte des Skispringens, in einer großen Halle kann man auch im Sommer auf echtem Schnee Ski-Langlauf lernen. In einem künstlichen Windkanal kann man erleben, wie es ist, durch die Luft zu fliegen wie ein Skispringer. Im Sommer gibt es eine Zip-Line über den Sprungchancen.

nc-planica.si

Naturwunder Zelenci

Der Zelenci See ist ein türkisblaues Naturwunder inmitten dschungelartiger Flora. Die Besucherzahl der kleinen Attraktion in einem Naturschutzgebiet im Savatal wird begrenzt. Eine Ampel am Parkplatz zeigt an, ob man den kurzen Spaziergang antreten kann oder etwas warten muss.

Auf Holzstegen kann man die Brutstätte zahlreicher Vogelarten, Schlangen und besonderer Pflanzen besuchen, ohne die Tier- und Pflanzenwelt zu stören. Der smaragdgrüne See wird durch kristallklare Quellen gespeist und sprudelt durch Seekreide, was ihm die charakteristische Farbe verleiht. Auch bei Regen einfach unheimlich schön.

kranjska-gora.si/de/sehensw%C3%BCrdigkeiten/naturschutzgebiet-zelenci

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Hotel Pino Alpino

Übernachtet wurde dann in Kransjka Gora im hübschen Boutique Hotel Pino Alpino mit herausragender regionaler und saisonaler Küche. Tradition und Moderne trafen sich vortrefflich in einem Trio aus Buchweizenraviolo, Forellenfilet auf gebranntem Selleriepüree und Zwetschgenknödel. Bar und Restaurant sind im alpenländischen Stil und doch modern und behaglich eingerichtet. Das junge Team ist kompetent und sehr freundlich. Das kleine Hotel hat nur wenige Zimmer und ist ein Ort zum Wohlfühlen und Entspannen.

Alpenländische Küche passt einfach perfekt in das gebirgige Gebiet, was mit einem Ökolabel belohnt wurde. Die Forellen stammten übrigens aus einer Bio-Fischfarm Vodomec in Zalog bei Cerklje, die wir ein paar Tage später besuchen würden.

Das kleine Städtchen Kransjka Gora selber bietet zahlreiche andere – auch Tagungs-Hotels, eine kleine Kirche und ist eher im Winter ein trubeliger Skiort, aber auch als Ausgangspunkt für Wanderungen oder Fahrradtouren ist es zu allen Jahreszeiten zu empfehlen.

pinoalpino.com

Schwimmspaß im Jasna-See

Wir machten uns früh morgens von Kranjska Gora auf zum Jasna-See, einem idyllischen künstlichen Stausee inmitten malerischer alpiner Bergkulisse und genossen das 12 Grad kalte Wasser zum Schwimmen. In etwa 20 Minuten wandert man entlang des Flusses bis zum See. Hier in der Nähe befindet sich auch das Nationalsymbol Sloweniens, gleichzeitig der höchste Berg der Julischen Alpen: der Triglav. Direkt am Ufer liegt das Jasna Chalet Resort, das ich bei einem meiner nächsten Besuche als Übernachtungsort sicher ins Auge fassen werde.

Ich war unterwegs zusammen mit Sigi von my-lovely-cosmos.de, die sich auch mit mir ins kalte Wasser getraut hat!

Kamnik – mittelalterliches Städtchen in den slowenischen Alpen

Eingebettet in die Kamnik-Savinja-Alpen liegt das mittelalterliche Städtchen Kamnik, das 1229 geschichtlich zum ersten Mal erwähnt wurde. Mit seinen zirka 30.000 Einwohnern liegt es auf der Verbindung zwischen Ljubljana und Celje, einem wichtigen Handelsweg.

Ein lebensgroßes Mammut an der gleichnamigen Brücke, das auf einen spektakulären Fund eines Skeletts 1938 entlang des Flussbetts erinnern soll, ist eine der neuesten Attraktionen.

Sehenswert auch die Burgruine und romanische Kapelle auf einem Hügel mitsamt einer hübschen Sage um eine reiche, aber geizige Gräfin, die durch einen Fluch halb Mensch halb Schlange wurde. Erlöst werden kann sie nur durch einen mutigen Siebenjährigen, der sie nicht nur einmal schlagen muss 😉 Denn einer, der es versucht hat, wurde nach dem ersten Schlag mit einem furchterregenden Drachen konfrontiert.

Berühmt und einen Abstecher wert sind außerdem die symbolistische Kapelle des slowenischen Architekten Jože Plečnik innerhalb der franziskanischen Klosterkirche St. Jakob im Stadtzentrum und der Marktplatz mit Gemeindehaus und einem Brunnen, der die Handwerkszweige der Stadt zeigt.

visitkamnik.com/en/top-attractions/kamnik

Bergidylle im EkoTurizem Viženčar

Kleiner Sprung zum vorletzten Tag, den wir hoch oben in den Kamnik-Savinja-Alpen verbrachten. Nämlich im EkoTurizem Viženčar, das seit 27 Jahren von Silvo und Maria Mia betrieben wird. Begrüßt wurden wir von einer stattlichen Kuh, gerade Ziehmutter von Lämmchen Jon, in das wir uns allesamt sofort verliebt haben. Einige der kleinen Studios wurden frisch renoviert, auf der Terrasse mit umwerfendem Blick gibt es einen Hot Tub zum Relaxen. Wir befanden uns übrigens in einem Skigebiet namens Krvavec in der Gemeinde Cerklje.

Auf dem Gruppenbild mit Silvio und im Bottich seht ihr neben Sigi auch noch meine Reiseblogger-Kollegin Katrin Hilger von hilgerlicious.com

Herausragend das gute Essen, das auch für Vegetarier ein große Auswahl bietet. Maria Mia kocht viel mit Buchweizen, Gemüse, und die Butter wird mit Kräutern verfeinert, die sie auch für ihre Heiltees verwendet. Zum Frühstück gab es unter anderem ihre köstlichen selbst gemachten Marmeladen und ein sogenanntes Schäfer-Frühstück.

Silvo hat uns vorher am frühen Morgen hoch auf den Veliki Zvoh, den höchsten Punkt des Skigebiets Krvavec, mitgenommen. Die abenteuerliche Auto-Fahrt und die Aussicht von dort oben – unter anderem auch auf Silvos Kühe, die dort bis September auf den Almen weiden – wird uns sicher unvergesslich bleiben. Danke für eure Herzlichkeit und das echte Naturerlebnis.

vizencar-krvavec.si/en

www.visitcerklje.si/de

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Stadt mit Flair und Geschichte: Kranj

Die Hauptstadt der slowenischen Alpen und die mit zirka 57.000 Einwohnern viertgrößte Stadt des Landes ist auf einem Felsen gewachsen. Die historische Altstadt wird von den Flüssen Kokra und Sava umschlossen. Kranj, deutsch Krain, ist einer der wenigen Orte, von denen aus man alle drei höchsten Gipfel sehen kann: Triglav, Stol and Grintavec.

Das Stadtbild ist geprägt durch den Turm der gotischen Hauptkirche St. Kanzian und die Wehrtürme der Stadtmauer. Davorin Savnik ist nur einer der hier geborenen Berühmtheiten: sein Kulttelefon „Fittipaldi“ war früher in fast jedem Haushalt zu finden und steht jetzt in MoMa in New York.

Ausstellungen, ein Musikfestival und der traditionelle Prešeren-Jahrmarkt im Februar sind kulturelle Attraktionen.

Auch ein Besuch im Alten Rathaus, das jetzt als Stadtmuseum fungiert, lohnt sich. Hier findet man neben Exponaten zur Geschichte gut erhaltene altslawische Skelette unter Glas und eine Dauerausstellung des slowenischen Bildhauers Lojze Dolinar. Im angebauten neueren Gebäude aus dem 16./17. Jahrhundert kann man in einem mit Holzkassetten verzierten Prunksaal heiraten.

Dem berühmtesten Sohn der Stadt und Nationaldichter France Prešeren begegnet man auf Schritt und Tritt, eine hohe Statue zwischen der Kanzians-Kirche und dem Theater erinnert unter anderem an ihn. Vom Glockenturm der gotischen Hauptkirche aus, der über 163 Stufen erreichbar ist, hat man einen tollen Blick auf die Altstadt und die Umgebung.

Cabinet of Janiz Puhar

Auch ein berühmter Sohn der Stadt ist der Priester, Wissenschaftler und Erfinder Janiz Puhar, der ein Pionier der Glasfotografie war. Ein kleines modernes Museum beherbergt neben einer Dauerausstellung zu Puhar und der Fotografie und interessanten interaktiven Exponaten zur Optik auch ein Fotostudio, in dem man sich in historischen Kostümen ablichten lassen kann.

Kinder ab 10 und jung gebliebene Erwachsene können an einer Art Schnitzeljagd und einem weiteren Abenteuerspiel teilnehmen. Auch Kindergeburtstage und Betriebsausflüge sind möglich. Janiz Puhar hat übrigens das allererste Selfie der Geschichte produziert, das natürlich ebenfalls zu sehen ist.

visitkranj.com/de/ausfluege-und-touren/das-cabinet-des-janez-puhar-puhar

Schächte unter der Stadt

Eine noch ziemlich neue Attraktion in Kranj sind die durch Führungen und mit einer App begehbaren Luftschutzgänge, beziehungsweise Stollen unter der Stadt, die während des Zweiten Weltkriegs für die Einwohner Kranjs gebaut wurden. In zwei Haupttunnels findet man historische Bilder, Kunstausstellungen und das SOS Proteus Info Center, in dem man zwei echte Exemplare der durch Umweltgifte bedrohten Grottenolme bewundern kann.

Interessierte lernen hier in geführten Touren, wie sehr wir vom Grundwasser und dessen Sauberkeit abhängig sind. Wer das Center und die wichtigen Forschungen zum Axolotl unterstützen will, kann das mit einer Spende tun, die sehr willkommen ist.

https://www.tular.si

Buchungen (Touren sind nur mit Anmeldung buchbar):

visitkranj.com/de/ausfluege-und-touren/schaechte-unter-der-altstadt-von-kranj

visitkranj.com/de/ausfluege-und-touren/informationszentrum-sos-proteus

Eingekehrt sind wir im Hiša Layer, einem Künstlerhaus mit Café, das auch Gästezimmer im Angebot hat. Unser Brunch mit dem Catering des Restaurants Rekla war vorzüglich – wie fast alles an Speisen, die wir in Slowenien genießen durften.

www.visitkranj.com

Im zweiten Teil des Reiseberichts geht es um Glamping, Naturheilkunde und das Vipava Tal. Stay connected. Auf Instagram findet Ihr unter meinen Story Highlights noch mehr Infos und Bilder.

Zahlreiche Beiträge zu Slowenien auf Sigis Blog https://my-lovely-cosmos.de, und auch bei Katrin Hilger, die auch auf der Reise dabei war, gibt es sehr Lesenswertes unter https://katrinhilger.com/

www.slovenia.info

Pressereise, organisiert von MGM Media Optima @bestpresstory @feelslovenia

Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de

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2 Kommentare
  1. Da erlebe ich die Reise doch gleich noch einmal nach. Es war so schön mit dir, und natürlich auch Katrin, eines meiner Lieblingsländer zu bereisen. Hoffentlich mal wieder.
    Herzliche Grüße
    Sigi

    Antworten
    • Liebe Sigi, ich habe echt einige Tage gebraucht, bis ich wieder ganz da war. Reisen verändert und macht das Leben so viel reicher. Schön, dass wir das zusammen erleben druften. Herzlich Ursula

      Antworten

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