Sabinas Stil-Kolumne: Transparenz mit Durchsicht

Eine Mutter und Frau über 50 trägt keine transparenten Kleider“, lautete kürzlich ein Kommentar auf Instagram unter einem Foto, dass Victoria Beckham auf ihrer Geburtstagsparty zeigt. Warum die liebe Vicky jetzt meint, sie müsste alle Welt an ihrem schwarzen Schlüppi unten drunter teilhaben lassen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das ist ja die Idee an „Durchsichtigem“ – dass was durchschaut, dahinter.
Durchsicht hat ja nicht nur schlechte Seiten, normalerweise verbinden wir mit „Transparenz“ Gutes. Weil jemand nichts zu verbergen hat.



In der Mode nichts zu verbergen, bedeutet hingegen, nun ja, wie soll ich es ausdrücken? Meistens mehr zeigen, als die lieben Mitmenschen enthüllt bekommen wollen.
Aber eins nach dem anderen. Denn transparent ist nicht gleich transparent.
In Verruf gebracht hat den Modetrend Kayne West, der seine Begleiterinnen geschickt fürs Marketing einsetzt und gleichzeitig einen Hauch von Nichts tragen lässt. Weil kaum etwas verhüllt ist, bleibt auch nichts mehr der Phantasie überlassen, was für mächtig Aufmerksamkeit sorgt. 1:0 Kayne West Business.
Für mich haben diese Auftritte immer einen Anflug von „trashy“.
Nicht so bei Victoria Beckham. „Stop right now“ – natürlich sind hier die Entwürfe, das ehemalige Spice Girl trägt selbstredend nur ihre eigene Kollektion, (würde ich ja auch, wenn ich denn eine hätte) äußerst geschmackvoll.
Auf ihrem eigenen Geburtstag also ließ sie sich von Tom Cruise und Eva Longoria unter anderem in einem transparenten Abendkleid mit so raffinierten Raffungen feiern, dass es eine kaum verhüllte Freude war.
Eine Andeutung von schwarzem Schlüppi, Modell: Bikini, was wohl jede Frau im Schrank liegen hat, schimmerte durch den Stoff der Victoria Beckham Robe.


Dennoch gab es natürlich diesen Kommentar:
„So ein Kleid zu tragen, gehört sich nicht für eine Ehefrau und Mutter Ü50“.
Ich will jetzt nicht mal davon anfangen, dass Posh Spice die Figur dafür hat, offen zu legen, was unten drunter ist. Nein, dass will ich ausdrücklich NICHT als positives Argument auffahren. Und ich verstehe, dass etwa die Söhne von Britney Spears nicht immer glücklich sind, wenn Mutti im Internet blank zieht.
Doch zwischen denen beiden ehemaligen Sängerinnen liegen stilvolle Welten.
Mir würde vermutlich der Mut fehlen, um der Welt die Unterbux zu präsentieren.
Aber die Zeiten, in denen Frauen wie Puttchen durch eine züchtige Welt wandeln mussten, mit blonden Zöpfen oder versteckten Haaren, sind hoffentlich für die meisten Menschen vorbei!
Wir sind dann mal so frei!
In meinen Blog „Oceanblue Style at Manderley“ findet ihr Styling Inspirationen für Frauen Ü50 und eine Anregung, wie ihr eine transparente Bluse mit Jeans stylen könnt.
Auf Instagram gibt es täglich frische Ideen für MeerModeMut von Sabina – auffallen, ohne laut zu sein.
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Durchsichtig gekonnt in Szene setzen, das geht auf jeden Fall! Wie das Kleid! Finde ich wunderschön. Wenn man nur Unterwäsche sieht, finde ich nicht schön und das unabhängig vom Alter. Liebe Grüße!
Hallo liebe Mira, ja, das ist absolute Geschmackssache. Ich finde Sabinas Look einfach nur wunderschön. Herzlichen Gruß Ursula
Durchsichtig kann man auf jeden Fall gut in Szene setzen und Sabina ist es toll gelungen. Ob ich den Trend mitmachen werde??? Eher nicht. Oder doch?
Ich bin gespannt 😉