Sabinas Stil-Kolumne: Bikini ü50? Oder doch Badeanzug?

„Badeanzüge sind nur was für Omas“, – dachte ich als Kind. Und das hat seinen Grund: Denn während meine Mutter sommers immer im neongrünen Bikini herum flitzte, schritt nämlich meine Oma im türkisblauen Einteiler übern Rasen.
Also wuchs ich in dem Glauben auf, dass Badeanzüge nur etwas für Omas sind. Das hätte schlimm enden können. Wären dann nicht Pamela Anderson, Baywatch und dieser knallrote Badeanzug der Rettungsschwimmerin in Kalifornien aufgetaucht. Ohne Pamela hätte ich wohl nie zu den stylishen Einteilern gegriffen.
Denn nicht nur dachte ich jahrelang, die würden nur Omas tragen. Nein, es gab auch noch einen ganz praktischen Grund für mich, sie zu meiden.
Am Strand, bei warmen Wetter, ist mir der viele Stoff oft einfach zu warm gewesen.
Mittlerweile erwachsen, weiß ich um den Charme der Einteiler und habe mal sogar eine Lobeshymne im Blog verfasst:
Badeanzüge nicht nur was für Omas.
Geblieben ist die Liebe für Türkis von meiner Oma. Aber die Vorliebe meiner Mutter für Neon und Bikinis hat sich dominant vererbt, wie ihr angesichts der heutigen Fotos von der Nordsee unschwer erkennen könnt. In Neon bin ich wie eine Boje wenigstens schnell im Wasser zu finden, bilde ich mir ein, falls es mal brenzlig wird 🙂
Im Herzen war ich jedenfalls immer ein Bikini-Wesen.
Ich nehme an, in meinem früheren Leben war ich eine Surferin, die ein Café direkt am Strand auf Hawaii geführt hat. Und habt ihr schon mal gesehen, dass eine Surferin sich aus ihrem Anzug pellt und darunter einen Badeanzug enthüllt? Seht ihr. Natürlich nicht.



Einen Blick auf den kompletten Bikini von heute erhaschen könnt ihr übrigens in meinem Blog-Post „Welcher Bikini passt zu meiner Figur?“
Denn ihr glaubt gar nicht, wie lange ich mit den unterschiedlichen Schnitten von Bikinis herumprobiert habe. Jahrzehntelang, gefühlt!
Da wären Modell String? Hilfe, ich bin jetzt nicht die heiße brasilianische Samba-Braut.
Der Tankini – ja, okay. Zu dem fällt mir jetzt nichts ein außer: praktisch!
Auch Push-ups mag ich nicht, weil die Pads entweder verrutschen oder so sperrig sitzen.
Happy End: Der Triangle Bikini und ich sind ein Herz und eine Seele geworden.
Und was ist mit Bikini-Fotos?
Einen Bikini von mir im Netz wird es nicht geben. Das ist weniger eine Frage des Alters, sondern der Einstellung.
Ich denke, kein Bild stößt so sehr auf die retuschierte Perfektion des Internets wie das Bikinifoto: entweder bearbeite ich meinen Körper hübsch für Pinterest.
Oder ich lasse ihn so und setzen mich den Bewertungen unbekannter Menschen aus.


Ich muss auch kein Fan von Heidi Klum sein, um gut zu finden, was sie sagte: „Natürlich gibt es Körperzonen, die ich kritisch betrachte. Welche Frau macht das nicht. Auch, wenn sie noch so „zufrieden“ mit sich ist. Aber ich möchte meine vermeintlichen „Problemzonen“ hier nicht groß ausbreiten. Dann guckt ja jeder künftig darauf.“
Was mich doch wieder zum Badeanzug bringt. Dem doch eine unnachahmliche Eleganz anhängt, findet ihr nicht auch? Anders als beim Bikini, bin ich beim Einteiler einfarbig unterwegs.
Da denke ich sofort an Grazie, weißes Hemd, schwarzen Badeanzug, großer Sonnenhut und Sophia Loren.
Ich denke, vor meinem Urlaub werde ich nochmal shoppen gehen und mir einen Badeanzug gönnen:) Damit der Sommer 2023 so richtig stylish wird!
An der Nordsee wird mir damit garantiert nicht zu warm.
Ich wünsche euch wunderschöne Ferien! Wenn euch die Lust aufs Lesen packt: In meinem Blog auf oceanblue-style.com findet ihr reichlich Tipps zu Sommerlektüre – von nachdenklich über spannend bis lustig.
Auf Instagram gibt es frische Ideen für MeerModeMut von Sabina – meistens minimalstisch, manchmal farbenfroh.
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Ich muss sagen, die letzten Jahre sind die Badeanzüge so hübsch, da kann man nicht vorbeilaufen. Die sind so schön raffiniert geschnitten, sogar zu schade für Drunter. Ich habe beides, Bikini und Badeanzug. Zu alt? Nein, ist Figur und Präsentation abhängig. No Go für mich ist: komplett nackt! Ich muss nicht alles sehen oder zeigen unabhängig vom Alter und Figur. Liebe Grüße!
Liebe Mira, da geb ich dir völlig recht. Ich persönlich mag aber das Nasse nicht am Bauch während und nach dem Schwimmen. Und wenn man den Badeanzug schon unter dem Kleid trägt, ist das in Bezug auf’s Klo gehen etwas lästig. Ansonsten – comme vous voulez. Danke fürs Lesen Kommen – Ursula
Ich ziehe den Badeanzug tatsächlich erst immer zum Schwimmen an. Und mich im Strandkorb um 🙁
Haha, normalerweise würde mir das Thema mit den Nackedeis gar nicht in den Sinn kommen. Da ich ja gerade von der Nordsee zurück bin, darf ich euch versichern. Alles hat seinen Kontext und kommt einem plötzlich komplett normal vor.
Was willst du auch machen, wenn der Hundestrand direkt an den FKK grenzt 😉
Liebe Grüße Sabina
Liebe Sabina, ich habe auch immer dieses Bild der glamourösen Damen mit großer Sonnenbrille, Hut und schickem Einteiler vor Augen. Bei mir schaut das aber aus als ginge ich zum Fasching. Ob Badeanzug oder Bikini mit großem, hohen Taillenslip, es passt nicht zu mir. Mein Bäuchlein sieht gebräunt im kleinen Bikini am besten aus. 100% Bikinifan. Übrigens super witzig geschrieben dein Beitrag.
Herzliche Grüße
Sigi
Liebe Sigi, herzlichen Dank. Es freut mich, dass dir mein Post gefallen hat. Vermutlich habe ich etwas Selbstironie mit einfließen lassen. Ist ja kein Schaulaufen am Strand 🙂
Diese Selbstironie, von der du in deinem aktuellen Beitrag geschrieben hast.
Sei ganz herzlich gegrüßt Sabina