Sichtbar werden mit den Webschwestern

28. September 2021 | immer.dasleben

„Gemeinsam stark“ lautet das Motto von drei Regensburger Powerfrauen, die sich nun zusammengeschlossen haben und Kompetenz in Sachen Webauftritt, Social Media und Text an die Frau und den Mann bringen. Die drei Medienprofis stellen sich aber am besten direkt im Interview vor. (Werbung unverlangt)

Wer seid Ihr? Woher kommt Ihr?

Annette Ebmeier: Kurz gefasst waren meine Lebensstationen erst die Nordsee und dann Niederbayern und Regensburg, wo ich am längsten und liebsten lebe. Ich bin zum Studieren 1995 hergekommen, habe dann aber in die Hotellerie gewechselt und leite seit vielen Jahren die Orphée Hotels. Aus meiner Regensburg-Liebe entstand mein Online-Magazin Regensburgnow.de und schließlich die Agentur RegensburgNow. 2021 haben wir drei uns als Webschwestern zusammengetan.

Eva Janik: Ich bin eine waschechte Niederbayerin. 1995 habe ich mich in die wunderschöne Stadt Regensburg verliebt und habe hier auch schon beruflich ein bisschen meine Fußspuren hinterlassen. Nach meinem Marketingstudium in Nürnberg führte mich mein Weg irgendwann in den Verlagsbereich. Hier habe ich einige Jahre lang ein damals sehr erfolgreiches Stadtmagazin geleitet, das in verschiedenen Städten in Ostbayern erschienen ist.

2019 ist mein erstes eigenes Buch über „Frühstücken in Regensburg“ erschienen, das ich gemeinsam mit Marion Lanzl, einer Freundin und Autorenkollegin herausgebracht habe. Aktuell arbeite ich seit vier Jahren hauptberuflich als PR- & Contentmanagerin bei einem Regensburger IT-Unternehmen, freiberuflich betreue ich mit großer Freude und einer ebensolchen Leidenschaft kleinere bis mittelständische Kunden rund ums Marketing. (www.ejkommunikation.de)

Die Dritte im Bunde

Susi Braun: Ich habe die letzten Jahre vorwiegend in München und Ingolstadt gelebt. Dort war ich als Moderatorin und Redakteurin bei Radio und Fernsehen unterwegs – ein echter Traumjob. Doch mit der Geburt meiner Tochter vor fast neun Jahren verschoben sich meine Prioritäten und ich wollte Mamasein und Arbeiten vereinen, am Besten von Zuhause aus. Mein erster Blog war geboren und damit auch meine Leidenschaft fürs Onlinebusiness.

Seitdem haben über eine Million Menschen meine Artikel auf dem Onlinemagazin hey sister gelesen. Immer öfter baten mich Menschen aus meinem Umfeld um meine Unterstützung in Sachen Social Media und Online-Marketing, und ich gründete die hey Agentur. Die Krönung war dann die Gründung der Webschwestern mit Eva und Annette. 

Was bietet Ihr alles an?

Wir erstellen Webseiten mit WordPress oder Wix, Social Media Betreuung, Texte, Videos und PR. Wir beraten ganz individuell und können auf jedes Budget eingehen. Egal ob Gründerin oder mittelständisches Unternehmen, wir finden eine passende Lösung! Da wir drei in ganz Bayern gut vernetzt sind, haben wir auch die besten Dienstleister*innen an der Hand: für Fotos, Videos, Druckerzeugnisse et cetera. 

Warum habt ihr euch zusammengeschlossen?

Wir sind drei Frauen, die ähnliche Interessen haben und jede von uns hat eine eigene kleine Agentur gegründet. Nachdem wir alle gerne netzwerken und nicht zuletzt Freundinnen sind, lag es nahe, sich zusammen zu tun.

Better together. Der Name Webschwestern traf den Nagel dann auf den Kopf.

Wir sind davon überzeugt, dass wir durch das Bündeln unserer Kräfte ein Angebot auf die Beine stellen können, das Eine alleine nicht stemmen könnte. Für unsere Kund*innen liegt der Vorteil auf der Hand: sie bekommen von uns ein maßgeschneidertes Angebot, ohne drei verschiedene Agenturen anfragen zu müssen. 

Eure drei ultimativen Tipps für Regensburg? Wollt Ihr da bleiben? Was macht die Stadt so liebens- und lebenswert?

Annette Ebmeier: Meine Regensburg-Tipps sind der Villa Park, der Blick von der Dreifaltigkeitskirche auf Regensburg und ein Ausflug mit dem Fahrrad am Regentalradweg entlang oder an der Donau Richtung Matting. Da bleiben? Na klar. Regensburg bietet nehmen der Schönheit der Stadt einfach wahnsinnig viel Lebensqualität, Kultur, Lokale, ich kann mitten in der Stadt baden gehen, das ist einfach toll. 

Eva Janik: Die Radlstrecke an der Donau entlang vom Ostenviertel aus nach Oberndorf, die wunderschöne und immer wieder wechselnde Deko der Blumenbühne an der Nibelungenbrücke und der „Kneitinger“, eine echte Institution in Regensburg.
Da bleiben? Unbedingt. Alles andere wäre fast schon undenkbar 😉 Ich liebe die Größe „meiner Stadt“ und die Vielfalt, die mir hier geboten wird. Nach so vielen Jahren hier ist halt auch das Netz, das man so an sozialen Kontakten aufbaut, unschlagbar. Ich bin hier inzwischen mehr verwurzelt als an irgend einem anderen Ort.

Susi Braun: Ich genieße hier vor allem den Flair der nördlichsten Stadt Italiens. 😉 Wir Webschwestern wohnen außerdem alle in einem Radius von einem Kilometer auseinander – Checkpot! Genauso wie den Flair der Altstadt genieße ich aber auch die Nähe zum Bayerischen Wald. Es gibt so viel zu entdecken und besonders wohl fühle ich mich im Oberpfälzer Seenland am Steinberger und Murner See. Hier gibt es wirklich ein kunterbuntes Angebot für die ganze Familie.

Frauen und Technik, was hat sich da heute geändert? Wie kann man Frauen, speziell auch ü50 da die Angst nehmen?

Annette Ebmeier: Da hat sich allein die letzten 15 Jahre ja jede Menge geändert. Dranbleiben ist die Devise, gegebenenfalls Kurse machen, mit der Zeit gehen und keine Scheu haben. Einen Fahrradschlauch zu wechseln, ist schwieriger.

Eva Janik: Es ist unglaublich wichtig, offen und nie stehen zu bleiben. Wenn ich an mein Studium zurückdenke und sehe, was jetzt alleine im Bereich Social Media passiert (den es damals übrigens noch gar nicht gab), dann hat man fast den Eindruck, dass sich alles inzwischen gedreht hat. Aber mit der nötigen Portion Neugier und Offenheit gibt es immer einen Zug, auf den man aufspringen kann und oft auch muss. 

Susi Braun: „Frauen und Technik“ – das klingt für mich wie „Frau am Steuer“. Beides funktioniert, oder nicht? 😉 Frauen haben genauso viel Zugang zu Technik wie Männer – denn auch die müssen sich mit Ü50 erstmal reinfuchsen. Ich denke, es ist einfach wichtig, abzuwägen, was man wirklich braucht. Und dann einfach ganz offen zu kommunizieren: „Du, ich bräuchte da Hilfe.“ 

Social Media? Immer noch gut oder eher eine Pein?

Annette Ebmeier: Kommt darauf an, wie man es nutzt. Man kann Social Media clever nutzen und auch zum Sklaven seiner Kanäle werden oder frustriert Kommentare lesen. Wir finden Social Media gut.

Eva Janik: Social Media muss authentisch sein und ist keine Eintagsfliege oder ein Kleidungsstück, das man mal aus dem Schrank nimmt und dann wieder zurückstellt, wenn man gerade keine Lust darauf hat. In meinen Augen kann man über Social Media auch wunderbar das „Menscheln“ transportieren, wenn man es „echt“ macht. Und nach wie vor ist es einfach eine tolle und sehr kostengünstige Möglichkeit, um die eigene Zielgruppe überhaupt erst einmal kennen zu lernen und anzusprechen.

Susi Braun: IMMER GUT. Ich glaube, man muss es einfach als Angebot verstehen, genau wie im Supermarkt. Ich nehme, was ich brauche, den Rest blende ich aus und zur Not blockier ich, was ich nicht sehen will. Der Algorithmuss lernt schnell. Vor allem sehe ich die Sozialen Medien heutzutage einfach als super interessanten, effektiven und vor allem kostenlosen (!) Werbekanal. So viele Menschen konnten nur mit Instagram ein funktionierendes Business aufbauen. Diese Bühne ist einfach unbezahlbar. 

Sichtbar werden? Wie geht das? Was bedeutet das für euch persönlich?

Annette Ebmeier: Sichtbarkeit ist natürlich wichtig und da steckt natürlich Arbeit dahinter. Kaum einer eröffnet einen Instagram Account und hat Schwupp 10.000 Follower. Das geht nur mit gutem Content und Arbeit. Ohne Sichtbarkeit keine Reichweite.

Eva Janik: Sichtbar werden und bleiben ist ein Prozess. In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Das Netz vergisst einerseits nichts, und andererseits muss man dem Netz auch beibringen, was man genau transportieren möchte. Und das ist genau unser Ansatz, mit dem wir Kunden unterstützen und begleiten können 😉

Susi Braun: Wer sichtbar werden möchte, braucht einen Plan. Inhaltlich und ja, auch gestalterisch, schließlich ist Instagram immer noch eine Plattform, die vor allem mit ansprechenden Bildern funktioniert. Außerdem gilt es, sich selbst vorab einige Fragen ganz klar zu beantworten: „Wer bin ich, was ist mein Angebot, warum sollten Menschen mir folgen?“

Eine klare Positionierung ist das A und O- sonst geht man in diesem riesigen Instagram-Teich einfach unter. Wir helfen gern beim Schwimmen. 😉 

www.webschwestern.de

Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de

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