Heilpflanzen, Wildkräuter und Brauchtum – zwei Bücher

In Pflanzen steckt Kraft und Medizin. Das haben auch schon die Pharmakonzerne festgestellt und forschen unentwegt in der Urwäldern auf der ganzen Welt. So weit brauchen wir uns aber nicht fortbewegen, um auch in der Genuss dieser Heilmittel zu kommen. Wälder, Wege und Wiesen – alles strotzt vor Kräutern, Wurzeln und Blüten, die in vielerlei Hinsicht gut tun können. (Rezensionsexemplare)
Rezepte aus dem Klostergarten
Zwei Publikationen aus dem Buch- und Kunstverlag Oberpfalz (Battenberg Gietl) helfen Interessierten dabei, das Richtige zu finden und auszuwählen. 2020 erschien das Buch „Faszination Kräuterwissen“ aus dem Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen in Zusammenarbeit mit Sabine Brunner und Cornelia Müller. Die Stiftung dahinter bemüht sich um die Bewahrung dieses Wissens um Heilpflanzen, Anwendungen und Rezepte aus dem Klostergarten.

Jedes Kapitel ist von verschiedenen Expert*innen zu Themen wie „Wildgemüseküche im Frühjahr“, „Hecke und Heckenfrüchte“ oder „Die Grüne Hausapotheke“ verfasst. Naturheilkunde nach Pfarrer Kneipp wird hier ebenso vermittelt wie die Weisheit von Hildegard von Bingen.
Selber herstellen kann man dann zum Beispiel Wildfruchessig, Hagebuttenmus, Sirup oder Knospenextrakte. Wer dann so fasziniert von diesem Wissen ist, lernt auch, wie man es am besten weitergeben kann. Sehr interessant ist auch das Kapitel zu „Baum und Mensch“ von Thomas Janschek. Wer wie ich so gern im Wald unterwegs ist, kann eine Menge dazu lernen.
Ein Buch zum Nachschlagen, zum Schmökern und Nachmachen. Gut, dass dieses jahrhundertalte Wissen so weitergegeben wird.

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Wildkräuter, Handarbeit & Brauchtum
Eine der Autorinnen aus dem oben genannten Buch ist die Kräuterführerin Cornelia Müller. Sie veranstaltete auch sogenannte „Spinnstub’n-Abende“, aus denen dieses Werk entstanden ist. Zahlreiche anregende Ideen, Inspirationen und Anleitungen findet man hier. Vom Wurzelpunsch und dem Fichtendressing über natürliche Salben bis hin zum Kräuterkissen – auch in dieser Publikation wird man dazu ermuntert, sich mit Bräuchen und altem Wissen auseinanderzusetzen.

Oder wusstet Ihr, dass Schafgarbe blutstillend ist? Cornelia fand das nach eine Sturz ihres Sohnes heraus. Weitere Kapitel im Buch gibt es zum Beispiel „Von den Wurzeln“ – wie man sie haltbar macht und so entfernt, dass es nicht schadet. In „Kissen, Körbe und Kosmetik“ findet man jede Menge Bastelanleitung mit Kräutern und Blüten. Das Thema Spinnrad darf natürlich nicht fehlen. Leckere Rezepte wie „Kräuterbratlinge“, „Vogelbeer-Cidre“ oder Mispelmus machen Lust auf’s Experimentieren.
Cornelias wunderschönen Instagram-Account findest du unter @archwild.studio

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