Lena kocht: Gebratene Tomaten mit Tempeh

Sommer Sonne – Sonnenschein auf dem Teller… was könnte da besser passen als eine besondere Tomate?! Bei diesem Gericht ist die gelbe Ananastomate der absolute VIP-Star! Die Scheiben sind kurz angebraten und entfalten so ihre volle Aromatik. Ananastomaten besitzen einen insgesamt sehr fruchtigen, an Ananas erinnernden, süßen und milden Geschmack.
Was darf zum Thema Sommer neben Tomaten auf dem Teller ebenfalls nicht fehlen? Richtig, Zitrusfrüchte, hier in Form einer Limette, die eine angenehme frische Säure mitbringt. Dazu die Bitterstoffe vom Radicchio, das Nussige von den Pistazien, die Süße der Kirschen und den karamellisierten roten Zwiebeln, die pikante Schärfe der Chilischote und der violetten Radieschen-Sprossen.

Ein weiterer Stargast ist hier Tempeh aus schwarzen Bohnen (fertig zu erwerben im Reformhaus oder Biomarkt), der mit seinem milden Geschmack und cremigen Mundgefühl mit der gebratenen Tomate beinahe verschmilzt. Die Balsamico-Glasur verbindet alles perfekt miteinander. Ein Gedicht! Kann warm, lauwarm oder kalt genossen werden.
(WERBUNG) Der Black-Bean Tempeh Tamari wird aus schwarzen Bohnen und Edelschimmel sorgfältig gereift. Unter Zusatz von Tamari-Sauce entsteht so ein sehr leckerer Tempeh, der sich sehr gut anbraten lässt. Allergiehinweis: Kann Spuren von Lupinen enthalten.



Tempeh ist reich an Proteinen, liefert außerdem wichtige Ballaststoffe und Magnesium und enthält im Gegensatz zu Tofu kein Cholesterin. Fermentierte Lebensmittel wie Tempeh sind gut für die Gesundheit. Sie erhöhen die Vielfalt der Darmflora und mindern das Risiko einer Darmkrebs-Erkrankung. (Quelle Internet)
Das Rezept
Für 4 Personen als Beilage
Zubereitungszeit: 30 Minuten, Schwierigkeitsgrad: leicht, vegan
Und das braucht man:
- 200 g Black-Bean-Tempeh
- 2 große Ananastomaten
- 1 Radicchio
- 1 rote Zwiebel
- 10 Kirschen
- 1 Handvoll Pistazien
- 1 Limette
- 1 Chilischote
- Olivenöl
- Balsamico Creme
- Honig oder Agavendicksaft
- Veganer Frischkäse
- Sambal Olek
- Kornblumenblüten
- Echte Kamillenblüten
- Violette Radieschen-Kresse
- Meersalz, Pfeffer



So wird’s gemacht
Die Ananastomaten in Scheiben schneiden (Dicke mind. 0,5 cm, sonst zerfallen sie zu schnell). Mit etwas Öl kurz in einer beschichteten Pfanne anbraten. Salzen mit Meersalz. Mit einem Pfannenheber auf einer großen hübschen Platte anrichten, ähnlich wie bei einem Carpaccio.
Zwei Scheiben (ca. 2 cm dick) vom Radicchio herunterschneiden und in der gleichen Pfanne mit etwas Öl kurz anbraten. Zwiebeln schälen. Kirschen halbieren und entkernen, ebenfalls beides in die Pfanne dazugeben. Alles mit etwas Honig oder Agavendicksaft (Ahornsirup wäre als Alternative genauso möglich) beträufeln und karamellisieren lassen. Als letzter Schritt kommen jetzt noch die Pistazien in die Pfanne dazu und erhalten so einen schönen Glanz. Dieser ganze Prozess dauert keine fünf Minuten, nicht länger, damit der Radicchio nicht zusammenfällt. Den warmen Inhalt der Pfanne gleichmäßig über den gelben Tomaten verteilen.
Jetzt den Tempeh in Streifen schneiden. Wieder in der gleichen Pfanne werden jetzt mit etwas Öl die Streifen der fermentierten Bohnen angebraten. Für die Würze die Bohnen mit der Balsamico-Creme verfeinern. Der Tempeh nimmt eine kräftig dunkle Farbe an, kann ebenfalls auf der Platte angerichtet werden und glänzt jetzt mit der Sonne um die Wette.
Zuletzt die Limette in dünne Scheiben schneiden und einmal durch die benutzte Pfanne ziehen und dekorieren. Das tolle an diesem Gericht… man braucht wenig Kochgeschirr, es kommt alles aus einer Pfanne.
2 Esslöffel vom pflanzenbasierten Frischkäse in ein Schüsselchen geben und je nach Schärfegrad mit einem halben oder ganzen Teelöffel Sambal Olek verrühren und in kleinen Klecksen auf der Platte verteilen. Das pikante Fischkäse-Topping mit einer Scheibe frischer Chili garnieren. Die Blüten der Kornblume abzupfen und verteilen, ebenso die echten Kamillenblüten und die Radieschen-Kresse. Die Kornblumen verleihen dem Teller mit ihrer satten royalblauen Farbe optisch und geschmacklich den Ritterschlag!
Kornblume
Die Naturheilpraktikerin schätzt die Kornblume nicht nur als schöne Gartenbewohnerin, sondern vor allem als Medizinpflanze: Die Blüten besitzen große Anteile an Gerb- und Bitterstoffen, die auf die Schleimhäute in Mund, Rachen, Magen und Darm zusammenziehend (adstringierend) und entzündungshemmend wirken. Ihr Geschmack wird oft als ähnlich der Endivie, aber angenehm mild beschrieben (Quelle Internet).

Echte Kamille
Blüten, Blätter und Knospen der Echten Kamille sind essbar und können in der Küche verwendet werden. Kamillenblüten können äußerlich und innerlich angewendet werden, z.B. um daraus Tee, Öl oder eine Tinktur herzustellen. Auch für kosmetische Zwecke wie Gesichts-, Fuß- und Sitzbäder, Auflagen oder Salben kommt die Kamille häufig zum Einsatz. Die Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend, wundheilungsfördernd, antibakteriell und geruchbindend. Echte Kamille schmeckt, dank aromatischen ätherischen Ölen, angenehm blumig herb bis honigsüß.
Einen solchen Salat hat noch niemand zur Grillparty mitgebracht, wetten?!
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Tempeh habe ich in der Tat noch nie ausprobiert, das Gericht sieht mega lecker aus, ich werde es gerne mal ausprobieren.
LG Sigi
Ich mag das sehr, ist fermentiert und hat viel mehr Geschmack als normaler Tofu. Ich liebe Lenas farbenfrohe Gerichte auch sehr. Danke fürs Vorbeischauen, liebe Sigi! Ursula