Lena kocht: Kürbis-Lasagne mit Weintrauben und Pistazien

08. Oktober 2023 | immer.lecker

Wer jetzt denkt, dass die Italiener die Lasagne erfunden haben, der täuscht sich. Offenbar wurde das erste Lasagne-artige Gericht in einem britischen Kochbuch entdeckt – und zwar Vermutungen nach soll der Nudelklassiker nämlich aus England stammen. Hier war im 14. Jahrhundert in der Rezeptsammlung „Forme of Cury” der Köche am Hof von König Richard II. die Rede von „loseyns“, also von geschichteten Nudelplatten, mit Käse überbacken. Spätestens 1370 wurde Lasagne in Italien dann ähnlich zu dem heute noch gültigen Rezept zubereitet – nämlich in mehreren Schichten.

Kürbislasagne mit Weintrauben und Pistazien

Für 2 Personen, Zubereitungszeit: 60 Minuten, Schwierigkeitsgrad: mittel, vegan

Und das braucht man:

  • 1 kleiner Butternut-Kürbis
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 längliche hellgrüne Paprika mittelscharf
  • 1 Aubergine
  • 1 Glas Tomatensauce Arrabiata
  • Rapsöl
  • Pistazien
  • Salz

Für die Béchamelsauce

  • Pflanzenbutter
  • 4 EL Mehl
  • Pflanzenmilch
  • Pflanzensahne
  • 1 Prise Muskatnuss (gemahlen)
  • Salz & schwarzer Pfeffer

So wird’s gemacht

Den Butternutkürbis schälen und in gleichmäßige kleinere Würfel, die Paprika in schmale Ringe schneiden, ebenso die Zwiebeln. Zuletzt noch die Aubergine fein würfeln und alles zusammen mit etwas Rapsöl in die Pfanne geben und anbraten.

Mit Salz und etwas Ahornsirup abschmecken, in eine Schüssel geben und auf die Seite stellen.

Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

In der gleichen Pfanne auf mittlerer Hitze nun etwas Pflanzenbutter zergehen lassen, 4 EL Mehl dazugeben und alles gut miteinander verrühren. Nach und nach etwas Pflanzenmilch und vegane Sahne hinzugeben und mit einem Schneebesen so lange schlagen, bis eine homogene, cremige Konsistenz entsteht. Mit grobem schwarzem Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen.

Als nächsten Schritt nehmen wir die Auflaufform und bedecken den Boden mit 3 EL Béchamelsauce. Darauf kommen die Lasagneplatten. In einer runden Form können die Ecken entsprechend abgebrochen werden, um damit entstandene Lücken zu schließen. Auf der Schicht aus Lasagneplatten wird jetzt ein Teil der Arrabiata Tomatensauce verteilt.

Auf die Tomatensauce folgt eine Schicht von dem Kürbis-Paprika-Zwiebelgemüse. In diese Schicht werden nun noch gut gewaschene kernlose Weintrauben gesteckt.

Jetzt geröstete und gesalzene Pistazien hacken und gleichmäßig in der Auflaufform verteilen.

Dann wieder eine Schicht Béchamelsauce. Wieder Lasagneplatten, wieder Tomatensauce. Wieder Gemüse.

Abschluss machen nochmal Lasagneplatten, Béchamelsauce und Gemüse, ebenfalls wieder gespickt mit Weintrauben. Darauf wird dann etwas Sahne und der vegane Reibekäse verteilt.

Die Lasagne ist nun fertig für den Ofen, in dem sie für gut 45 Minuten überbacken wird. Um bei dem veganen Reibekäse die gewünschte goldbraune Färbung zu erzielen, kann der Backofen zum Schluss für wenige Minuten auf die Grillfunktion umgestellt werden.

In dieser Zeit wird eine weitere Schicht gehackter Pistazien auf dem Käse verteilt und nochmal kurz mit geröstet.

Die fertig gebackene Lasagne dann ca. 30 Minuten im Ofen ziehen lassen, bevor sie serviert werden kann. In dieser Zeit wird von den Nudelplatten die restliche Feuchtigkeit aufgenommen und man kann die Lasagne dann sauber in servierbereite Rechtecke aufteilen, die direkt aus dem Ofen auf dem Teller angerichtet werden.

Zum Abschluss noch ein paar gehackte Pistazienkerne drum herumstreuen, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit einer Balsamico-Creme dünne Fäden über die Lasagne ziehen. Den krönenden Abschluss bilden ein paar essbare Hornveilchenblüten.

Und jetzt… auf geht’s! Mund auf, Gabel rein … die angenehme Schärfe durch die pikante Paprika und die Arrabbiata passt hervorragend zu der Süße der Trauben, dazu der cremige Kürbis und die aromatischen Pistazienkerne. Der Herbst kann kommen, wir sind bereit!

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Lena Dieterle

Lena Dieterle bloggt und schreibt unter lenaliteratur.de. Sie ist eine hochsensible Scannerin und liebt die pflanzenbasierte Ernährung. Mit ihrer Hündin lebt sie nahe Aschaffenburg. Einmal im Monat entwickelt sie ein regionales saisonales Rezept für uns.

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1 Kommentar
  1. Sieht ganz toll aus und klingt lecker. 👍

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