Wer sind wir, und wenn ja, wie viele?
Best Ager, Generation 50plus, Perennials, Milfs oder Quintastics? Seniorinnen oder „Frauen mittleren Alters“ mögen wir nicht (mehr), too old fashioned. Und das sind wir ja nicht, out of fashion. Im Gegenteil. Also greifen wir begierig nach den neuen „Schubladen“, die ja irgendwie gut klingen. Wie beispielsweise „Perennials“, aus dem Englischen. Eine „perennial plant“ ist eine ausdauernde Pflanze, genau wie wir. Wir erblühen und gedeihen jedes Jahr aufs Neue, allen widrigen Bedingungen zum Trotz.
Jahr für Jahr bringen wir neue Blüten hervor, farbig, kreativ und neugierig.
Die Lebensplanung ist nicht abgeschlossen, es erwachsen immer wieder neue Möglichkeiten. Manche von uns starten beruflich noch einmal durch oder privat, das Leben blüht uns und wir erstrahlen immer wieder statt uns auf Altem auszuruhen.
Die Serie „Desperate Housewives“ hat sie salonfähig gemacht: Die MILF. Suggeriert die Abkürzung von „Mother I like to f***“ zwar etwas leicht vulgär-abwertendes, so macht das für viele Ladies gerade den besonderen Reiz aus. Denn sie fühlen sich (zu Recht) verdammt attraktiv und sexy. Warum sollte frau das auch verstecken. Insofern ist MILF wahrscheinlich und gerade aus dem Munde jüngerer Männer ein verdammt scharfes Kompliment.
Wir sind Quintastics, yeah
Relativ neu ist der Begriff der „Quintastics“, er setzt sich zusammen aus dem lat.: Quinta = das Fünfte (Lebensalter) und „fantastic“. Vorbilder waren hier eine Reihe Ü50-Prominenter, die sich glamourös, sexy und „wenig alt“ inszenieren und so zu beliebten role models wurden. Gern genannt werden hier vom internationalen „red carpet“ Frauen wie Michelle Pfeiffer, Sharon Stone oder Elle Macpherson, in Deutschland zählen mit Sicherheit Maria Furtwängler, Veronica Ferres und zu Christine Neubauer zu den prominenteren Quintastics. Eben weil sie zu ihrem Alter stehen und der lebende Beweis dafür sind, dass man über 50 eben nicht alt aussehen muss.
Klar ist, dass 50 zwar nicht das neue 30 ist, aber auch keinesfalls das „alte Eisen“. 50 ist fünfzig, es liegt an uns, unser Alter neu zu definieren. Jenseits von Schubladen, Marketingsprech und anderen Kategorisierungen erlauben wir uns die Freiheit, gerade in unserem Alter noch absolut fantastisch zu sein.
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