21 Tage Body:Reset – der Erfahrungsbericht

Drei Wochen, 21 Tage dauert der Body:Reset Kurs von NOBODYTOLDME und Susanne Liedtke, die einen in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite steht.* (Titelbild: Claudia Omonsky)
Vorab – es geht nicht um eine Diät, sondern insgesamt werden unsere eher ungesunden Ernährungsgewohnheiten, die unser Wohlbefinden gerade während der Wechseljahre beeinträchtigen können, unter die Lupe genommen.
1, 2, 3: weg damit
Alle drei Tage wird etwas weggelassen. Was das ist? Das erfahrt ihr im Tagebuch weiter unten. Den Kurs kann man oder frau entweder in einem festen Zeitraum in einer Gruppe absolvieren oder – wie ich – selbstständig. Auch da erhält man täglich eine E-Mail, außerdem Zugang zu zahlreichen Videos, Rezepten und einer WhatsApp-Gruppe, in der man Fragen stellen und Erfahrungen austauschen kann.
Und es gibt ein echt tolles Arbeitsbuch, in das du am Anfang und am Ende Maße und Werte notieren kannst. Hier wird anhand von Grafiken vieles gut dargestellt.






Was mir gefällt, dass eigentlich alles einfach ist:
Drei Regeln gibt es „nur“ zu beachten: morgens Zitronenwasser, mindestens 500 g grünes Gemüse und 2 EL geschrotete Leinsamen pro Tag. Kein Kalorienzählen…
ABER… Na, seht selbst.
Tag 1
Ab heute ohne (tara!) rotes Fleisch und Alkohol. Eigentlich könnte ich gleich zu Tag 4 hüpfen. Aber ich genieße das gute Gefühl, dass ich seit Jahren schon mal meinem Körper durch den Verzicht auf Alkohol und Fleisch anscheinend viel Gutes tue.
Vor allem rotes Fleisch ist einfach nicht gesund: abgesehen vom Tierleid, das man mit isst, kann es sich auf den Östrogenspiegel auswirken. Er kann also höher sein als bei Vegetarierinnen… Doch das erklärt euch Susanne in ihren Videos besser. Letztlich geht es auch um Ballaststoffe.
Dass schon ein geringer täglicher Alkoholkonsum das Brustkrebsrisiko eklatant erhöht, predige ich ja schon an verschiedenen Stellen wie hier oder hier.
Huh, doch ein Knackpunkt: den Koffeinkonsum herunterschrauben. NEIN!!!! Ich bin der Koffein-Junkie schlechthin. Ohne Kaffee habe ich morgens das Gefühl, ein Bus hätte mich nachts überfahren.



Tag 2-3
Geht so alles, es ist viel Gemüse. Hab mir Hanfsamen besorgt, sehr viel gesunde Proteine… Ballaststoffe sind wichtig! Deshalb auch die Leinsamen.
Tag 4
Ab heute ohne – Zucker! Ok, eigentlich dachte ich immer, ich würde sowieso ziemlich wenig Zucker zu mir nehmen, aber wenn ich schaue, was allein mein kleines Eis am Stiel am Abend so beinhaltet. Umpf. Schoki mit 80% Kakao darf frau. Mag ich eigentlich nicht so. Was macht mein Kaffee-Konsum? Sagen wir: Ich versuche es.
Tag 5/6
Schoki hilft. Ich weiß nicht, warum ich immer nach dem Abendessen ein Verlangen nach Süßem habe. Expert*innen, was sagt Ihr? Kann es am Blutzuckerspiegel liegen, der nach dem Essen abfällt? An den Zuckerverzicht habe ich mich jedenfalls relativ schnell gewöhnt. Und meine Miniportion 85%ige Schokolade ist klasse. Übrigens ist Hafermilch nicht gleich Hafermilch und kann unter Umständen jede Menge Zucker enthalten. Das war mir auch nicht so klar. Für meinen Porridge morgens nutze ich Dattelsüße, die ich selber herstelle. Mag ich.



Tag 7
Ab heute ohne Milchprodukte. Meinen Kaffee trinke ich seit Jahren schon mit einer Haferalternative. Gibt es diese irgendwo nicht, schmeckt mir die echte Milch gar nicht mehr. Aber ganz ohne Käse, vor allem ohne Parmesan, finde ich nicht einfach. Auch nur mehr Kokosmilch statt Sahne zum Kochen zu verwenden, stellt sich als schwierig heraus, da es meinem Sohn nicht schmeckt.
In meiner Euphorie kaufe ich mir ein Kochbuch zur veganen Käseherstellung. Doch der stressige Alltag kommt mir dazwischen. Ich schiebe das immer wieder auf.
Pflanzliche Aufstriche und Avocado kommen jetzt vermehrt auf’s Brot. Geht alles.
Tag 8-9
Um das viele Gemüse zu schaffen, esse ich zum Beispiel rohe Selleriestangen. Zusammen mit den gekochten Linsen macht das meiner Verdauung oft ganz schön zu schaffen. Auch Quinoa vertrage ich komischerweise nicht so gut. Ich nehme mein Essen immer vorbereitet mit ins Büro. Sonst ginge das gar nicht. Mache große Bögen um die Gummibären und Kekse im Gemeinschaftsraum.



Tag 10
Ab heute ohne Koffein. Mein Pferdefuß – ohne meinen Kaffee komme ich morgens schwer in die Gänge. Noch dazu empfiehlt Susanne Filterkaffee, wenn. Den mag ich auch so gar nicht. Tipp von meiner Schwester war Loffee, ein Produkt aus Lupinen, das echt richtig gut schmeckt. Sagen wir mal so. Ich habe es versucht und meinen Konsum ungefähr halbiert. Und das tut mir gut. Denn oft merke ich, dass ich eigentlich müde bin, das Koffein mich aufpeitscht und sehr unruhig macht.
Tag 11-12
Ein kleiner echter Espresso muss sein. Sonst bekomme ich Kopfschmerzen. Ansonsten schaffe ich oft das ganze Kochen und Gemüse kaum, wenn ich viel arbeiten muss. Es braucht mehr Planung.



Tag 13
Ohne Getreide. Das heißt ohne Brot, Getreideflocken, Müsli, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Hartweizen, Hirse, Reis und Dinkel. Mit oder ohne Gluten lässt das alles den Blutzuckerspiegel ansteigen. Ich besorge mir eine Backmischung namens Wunderbrod, nur aus Saaten. Es schmeckt ganz gut. Chiasamen und Quinoa gehen. Und Bohnen natürlich immer.
Tag 14-15
In der Mischung und wahrscheinlich aufgrund der Rohkost bin ich oft aufgebläht, beziehungsweise merke ich, dass mein Darm extrem viel zu tun hat.
Tag 16
Ohne Fruktose – es geht hier nicht darum, überhaupt kein Obst mehr zu essen, sondern zu lernen, was wie viel Fruchtzucker enthält. Und das sind enorme Mengen. Ein einziger Apfel enthält das Maximum an empfohlenem Fruchtzucker. Dass Beeren immer gut sind, wusste ich schon.



Tag 17-18
Fruchtzucker ist für Fehlregulierung von Insulin und Leptin verantwortlich und Fertigprodukten zugesetzt. Und besser die ganze Frucht essen als Saft, das wird ganz verschieden verstoffwechselt. (Susanne kann das besser erklären 😉)
Tag 19
Ohne Umweltgifte. Das heißt ohne Pestizide, Lösemittel, Plastikflaschen oder beschichtete Pfannen. An Letzteres habe ich mich (fast) gewöhnt. Die Pfannen muss man gut pflegen.
Tag 20-21
Zum Wandern Glasflaschen mitzunehmen, ist mühsam, aber Edelstahl geht, Holzkochlöffel, Tomatensauce lieber im Glas kaufen. Ich lerne viel wieder. Lebensmittel kaufe ich sowieso in Bio-Qualität, wenn es geht. Oder regional vom Gemüsehändler des Vertrauens.
Mein Fazit
2 kg sind weg und Taille und Hüfte sind schmaler geworden – ganze 7 cm weniger Umfang! Eine Kollegin hat es gemerkt. Ich bin stolz. Überhaupt. Auch wenn ich es zum Beispiel nicht geschafft habe, den Kaffee ganz wegzulassen.
Ohne Haushaltszucker versuche ich beizubehalten, auch Weißmehl werde ich in Zukunft weiter meiden. Ob ich dem Dessert im Urlaub widerstehen kann? Ich glaube nicht. Aber so lange es Ausnahmen bleiben, ist doch ok.

Insgesamt ist der Body:reset eine gute Gelegenheit, seine Ernährungsgewohnheiten wieder einmal unter die Lupe zu nehmen und Gesundem eine größere Rolle einzuräumen. Dass bestimmte Obstsorten voller Fructose stecken und Agavensirup keine gute Zuckeralternative ist – vieles habe ich neu gelernt. Brot esse ich sowieso sehr wenig, dann muss es auch nicht unbedingt glutenfrei sein. Aber das Wunderbrod werde ich sicher wieder backen.
Wie Susanne rät: wenn Ihr einen Umzug vorhabt oder ansonsten viel Stress habt, verschiebt das Ganze. Es ist anstrengend. Aber es lohnt sich letztendlich. Ihr könnte den Kurz übrigens in einer Gruppe oder wie ich SOLO machen. Die Beratung in der WhatsApp-Gruppe ist dann trotzdem dabei!
Zur Website und zu den Kursen*
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Liebe Grüße, Sigi
Hi liebe Sigi, ja, wie gesagt, einiges versuche ich beizubehalten. Man kann halt nicht schnell mal was nebenbei kaufen und sich „reinschieben“ – gute Ernährung mach Mühe. Aber ich nehme es mir fest vor. Komm gut in die neue Woche! Ursula