Glück beginnt oft dort, wo wir langsamer werden…

Manchmal frage ich mich, wann wir eigentlich beschlossen haben, dass ein guter Tag vor allem ein produktiver Tag sein muss. Wir stehen auf, werfen einen ersten Blick aufs Handy, beantworten Nachrichten, erledigen Termine, schreiben Listen und versuchen, allem und jedem gerecht zu werden. Am Abend fallen wir müde ins Bett und wundern uns, warum wir uns trotz all der erledigten Aufgaben nicht wirklich erfüllt fühlen.
Vielleicht liegt das Geheimnis des Glücks gar nicht darin, immer mehr zu schaffen. Vielleicht liegt es darin, wieder mehr zu spüren.
In den vergangenen Jahren habe ich unzählige Gespräche mit Menschen geführt. Immer wieder erzählen mir Frauen, dass sie sich nach Leichtigkeit sehnen. Viele haben ihr Leben lang funktioniert. Sie waren für ihre Familien da, für ihre Kinder, ihre Partner, ihre Eltern oder ihren Beruf. Sie haben organisiert, geplant, getragen und Verantwortung übernommen. Irgendwann stellen sie fest, dass sie zwar ein erfülltes Leben geführt haben – sich selbst dabei aber ein kleines Stück verloren haben.


Das berührt mich jedes Mal aufs Neue.
Denn ich glaube, viele von uns kennen dieses Gefühl. Wir warten auf den richtigen Moment, um endlich das zu tun, wovon wir schon lange träumen. Doch dieser perfekte Zeitpunkt kommt selten von allein. Das Leben lädt uns nicht offiziell dazu ein, glücklicher zu werden. Es wartet vielmehr darauf, dass wir selbst den ersten Schritt machen.
Dabei müssen es gar keine großen Veränderungen sein.
Manchmal beginnt ein neuer Weg mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon, die wir endlich einmal ohne Zeitdruck genießen. Mit einem Spaziergang, bei dem das Handy bewusst in der Tasche bleibt. Mit einem Buch, das uns daran erinnert, dass Träume kein Verfallsdatum haben. Oder mit dem Mut, einen Gedanken auszusprechen, den wir viel zu lange für uns behalten haben.

Ich habe gelernt, dass Glück erstaunlich leise sein kann.
Es kündigt sich selten mit einem großen Feuerwerk an. Viel häufiger begegnet es uns in kleinen Augenblicken. Im Duft eines Sommerregens. Im Lächeln eines fremden Menschen. Im Klang des Meeres. In einem Gespräch, das unser Herz berührt. Oder in der Erkenntnis, dass wir nicht perfekt sein müssen, um wertvoll zu sein.
Vielleicht fällt es uns deshalb manchmal so schwer, glücklich zu sein. Weil wir Glück an außergewöhnliche Ereignisse knüpfen. Wir glauben, erst dann zufrieden sein zu dürfen, wenn wir schlanker, erfolgreicher, mutiger oder unabhängiger geworden sind. Dabei übersehen wir oft das, was bereits heute da ist.
Das Leben besteht nicht nur aus den großen Meilensteinen.
Es besteht aus unzähligen kleinen Momenten dazwischen.
Gerade diese unscheinbaren Augenblicke sind es, die unser Herz langfristig nähren. Ein freundliches Wort. Ein Sonnenuntergang. Das Lachen eines Kindes. Der Duft frisch gebackenen Brotes. Eine Umarmung zur richtigen Zeit. All das scheint im ersten Moment klein zu sein und hinterlässt doch oft die tiefsten Spuren.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum Inseln auf so viele Menschen eine besondere Wirkung haben. Dort scheint die Welt langsamer zu werden. Der Blick richtet sich automatisch aufs Meer, der Wind streicht über die Haut, und plötzlich erinnern wir uns daran, wie wohltuend es sein kann, einfach nur dazusitzen und den Wellen zuzusehen. Inseln schenken uns nicht nur Erholung. Sie schenken uns oft auch einen neuen Blick auf uns selbst.

Geschichten von Inseln
Diese Gedanken begleiten mich auch beim Schreiben meiner Geschichten. Viele Leserinnen haben mich gefragt, warum mein Roman auf einer Insel spielt. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Weil Inseln Orte sind, an denen Menschen nicht nur neue Landschaften entdecken, sondern häufig auch sich selbst ein Stück näherkommen.
Genau deshalb habe ich meinen ersten Inselliebesroman „Hinter den Dünen beginnt das Leben“ auf Sylt spielen lassen. Zwischen Dünen, Meeresrauschen und herzlichen Begegnungen entdeckt die Hauptfigur, dass Neuanfänge manchmal dort beginnen, wo wir den Mut haben, unser Herz wieder sprechen zu lassen. Es freut mich unglaublich, wie viele Leserinnen des ersten Kapitels (gratis zu lesen) mir geschrieben haben, dass sie sich in dieser Geschichte selbst wiedergefunden haben und beim Lesen das Gefühl hatten, für einige Stunden den Alltag hinter sich lassen zu können.
Vielleicht brauchen wir alle hin und wieder genau solche Geschichten. Nicht, um der Realität zu entfliehen, sondern um uns daran zu erinnern, dass das Leben voller Möglichkeiten steckt – auch dann, wenn wir glauben, sie längst verpasst zu haben.


Deshalb möchte ich dich heute zu etwas ganz Einfachem einladen.
Nimm dir in den nächsten Tagen ganz bewusst einen kleinen Moment nur für dich. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne To-do-Liste. Ohne das Gefühl, in dieser Zeit etwas leisten zu müssen. Vielleicht setzt du dich mit einer Tasse Kaffee oder Tee nach draußen, hörst dem Wind zu oder schließt für ein paar Minuten die Augen. Spüre, wie sich dein Atem beruhigt und wie das Gedankenkarussell langsam langsamer wird.
Oft beginnt genau dort das, wonach wir so lange gesucht haben.
Nicht in der Ferne.
Nicht irgendwann.
Sondern mitten in diesem einen Augenblick.
Denn Glück wartet nicht darauf, gefunden zu werden. Es zeigt sich immer wieder leise in unserem Alltag. Wir müssen nur bereit sein, ihm einen Platz in unserem Herzen zu schenken.

Ich freue mich unheimlich, wenn mein erster Roman hoffentlich schon zu dir gefunden hat – er kommt am 21. August 2026 auf den Markt und Ende des Jahres folgt schon die zweite Geschichte auf Ibiza…
Schicke dir sommerliche Grüße und wünsche dir von Herzen ganz viele tolle Begegnungen und Erlebnisse…
Monika
Jeden Tag only good Vibes, keine Werbung auf meinem Telegram-Kanal unter
Buchbestellung Ayna World Publishing
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