bottleplus – Wasser-Sprudler: 5 Fragen an den Mitgründer

Eine Zeitlang war ich jetzt ohne Wassersprudler, da es einfach Plastikmonster sind und mein zweiter „Normaler“ ganz schnell kaputt gegangen ist. Aber Sprudel in Glasflaschen immer drei Stockwerke hochschleppen im Sommer ist auch nicht schön. Bei meinen Recherchen bin ich auf das innovative bottleplus System gestoßen. Es ist schick, ohne Plastik, und das Beste: die Flasche kann bis zu sechs Liter unterwegs sprudeln – ohne Station. Finde ich ja richtig cool. Ich durfte dem Mitgründer Christian Käser ein paar Fragen stellen.*
Wer bist du, woher kommst du?
Ich bin Christian Käser, Mitgründer von bottleplus. Aufgewachsen bin ich in Aarau, einer kleinen Stadt in der Schweiz. Nach dem Studium der Umweltingenieurwissenschaften an der ETH Zürich habe ich in der Nachhaltigkeitsberatung gearbeitet, bevor ich mich Ende 2021 dazu entschieden habe, Vollzeit auf das Startup zu setzen.

v.l.n.r.: Linus Lingg (Product & Supply Chain), Mariana Bastos (CMO) und Christian Käser (Finance & Operations). Foto: bottleplus (auch Titel)
Wie bist du auf die Idee mit dem mobilen Sprudler gekommen?
Die Idee kam aus einem ganz alltäglichen Frustrations-Moment: Du willst unterwegs Sprudel, aber musst entweder im Supermarkt eine Plastikflasche kaufen gehen oder darauf verzichten. Stationäre Sprudler sind super – aber wie der Name schon sagt, stehen die zu Hause in der Küche. Sobald du die Wohnung verlässt, bist du wieder auf Einwegplastik angewiesen oder musst dir deinen Tagesvorrat von zu Hause mitschleppen. So entstand die Idee: ein Sprudler, den du immer dabei hast.



Wie lange hat die Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Produkt gedauert? Was waren die Schwierigkeiten?
Von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt dauerte es mehrere Jahre. Wir sind 2020 gestartet, Ende 2021 haben wir die Jobs gekündigt und im Sommer 2024 konnten wir den Launch feiern. Das Knifflige an unserem System ist die Integration: Ein wiederbefüllbarer CO₂-Tank ist direkt in die Flasche eingebaut, so dass die Flasche selbst zum Sprudler wird. Das klingt simpel, ist technisch aber eine echte Herausforderung – denn nebst Funktionalität, Design und Handling mussten wir auch Druckbehältervorschriften und internationale Zertifizierungen meistern.

Was ist an bottleplus alles besonders? Und für wen ist das System gut geeignet?
Das Besondere ist die Portabilität – das hat bisher niemand so gelöst. Du kannst mit unserer Flasche zu Hause, im Büro, beim Sport oder auf Reisen frisches Sprudelwasser machen – überall wo es Leitungswasser gibt. Zudem haben wir Anfang des Jahres auch ein Geschmacks-Add-on gelauncht, mit dem man das Sprudelwasser beim Trinken mit Geschmack und Supplements anreichern kann. Geeignet ist es für alle, die erstens Kohlensäure mögen, zweitens viel unterwegs sind und drittens nicht mehr auf Einwegplastik angewiesen sein wollen. Wir hören auch von vielen unserer Kunden, dass es ihnen hilft, mehr Wasser zu trinken – also auch der Gesundheitsaspekt ist wichtig.



Worauf bist du besonders stolz und was erhoffst du dir für die Zukunft?
Ich bin stolz, dass wir es als kleines Team mit begrenztem Budget geschafft haben, eine solche Produktinnovation zur Marktreife zu bringen – und jetzt auch erfolgreich vermarkten. Tägliches positives Kundenfeedback zeigt uns, dass sich der lange Weg gelohnt hat – und motiviert uns, noch besser zu werden. Ich erhoffe mir, dass wir uns als Marke etablieren – und dass bottleplus irgendwann zur Selbstverständlichkeit wird. So wie eine Mehrwegflasche heute schon normal ist, soll irgendwann auch der Gedanke normal sein: „Warum kaufe ich eigentlich noch Sprudel?“
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