Hotel Mignon Meran Park & Spa, Südtirol – das Erbe der Zenzi Glatt

Wenn ich einmal zehn Stunden ohne Unterbrechung am Stück schlafen kann, dann muss das schon ein besonderer Ort sein. So geschehen Anfang Mai im 5-Sterne-Hotel Mignon Meran Park & Spa in Südtirol. Kein Autoverkehr, kein Geschrei, nur Stille, Blumen, Bäume und viel Grün. Seit mehr als 75 Jahren prägen außerdem starke Frauen das Geschehen – von Pionierin Zenzi Glatt bis zu ihrer Enkelin Sissi Amort-Ellmenreich, die das Fünf-Sterne-Haus heute führt.
Familiensache und starke Frauen
Was als mutige Vision begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem luxuriösen Hideaway mit Charakter. Mutter, Tochter und Enkelin – eine Bronzeskulptur von Irma Hölzl der Drei schmückt den Eingangsbereich vor der Rezeption – setzten jeweils eigene Akzente und bewiesen ein feines Gespür für die Bedürfnisse ihrer Zeit, ohne Traditionen und Wurzeln aus den Augen zu verlieren.



Das Hotel Mignon Meran Park & Spa gehört also zu den traditionsreichsten familiengeführten Hotels in Meran. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1948 zurück, als Zenzi Glatt gemeinsam mit Engelbert und Irmgard Amort die damalige Pension Mignon in der Otto-Huber-Straße erwarb. Schon kurz darauf entwickelte sich das Haus zu einem beliebten Treffpunkt für Aristokraten und prominente Gäste wie Maria Schell und Veit Relin. Zenzi wurde übrigens auch Künstlerin, ihre Werke schmücken heute die Wände des Hotels.

Im Foto vorne Links Irmgard Amort, im Zentrum Sissi Amort-Ellmenreich. Foto: Mignon/AHM
Kunst des Gastgebens
Als eigentliche „Grande Dame“ des Hauses gilt jedoch Irmgard Amort. Sie prägte über Jahrzehnte hinweg die Philosophie des Hotels: herzliche Gastfreundschaft, persönlicher Service und ein Zuhause-Gefühl für Gäste. Unter ihrer Leitung entstand 1966/67 das heutige Hotel Mignon in der Karl-von-Grabmayr-Straße – damals eines der ersten neu eröffneten Hotels in Meran nach dem Krieg. Bereits damals setzte das Haus übrigens auf Wellnessanwendungen und Saunen, lange bevor solche Kurzreisen modern wurden. 1970 kam die benachbarte Parkvilla dazu, die heute baulich verbunden ist.
„Die Gäste kommen nicht ins Mignon, sondern zu den Amorts.“
Sissi Amort-Ellmenreich






Heute wird diese Tradition von Sissi Amort-Ellmenreich weitergeführt. Sie ist die Tochter von Irmgard Amort und praktisch im Hotel aufgewachsen. In den offiziellen Familienporträts wird beschrieben, dass sie „die Kunst des Gastgebens von klein auf gelernt“ habe. Seit 2006 führt sie das Familienhotel mit viel Liebe zum Detail und verbindet die historische Seele des Hauses mit modernem Luxus und zeitgemäßem Design.



Philosophie des Hauses
Das Hotel Mignon Meran Park & Spa verbindet luxuriösen Wellnessurlaub mit einer sehr persönlichen Atmosphäre. Herzstück des Hauses ist die 10.000 qm große mediterrane Parkanlage mit alten Zedern und Palmen, dazu kommen ein großzügiger Spa-Bereich auf drei Ebenen, Gourmetküche und ein außergewöhnlich ruhiges Ambiente mitten in Meran.
Im stilvollen Restaurant nimmt man das großzügige Frühstück vom Buffet mit Blick in den Garten ein. Kaffee wird hier selbstverständlich von den vornehmen Kellnern serviert. Eierspeisen werden auf Wunsch frisch zubereitet. Abends gibt es ein 6-Gänge-Gourmet-Menü, das oft mit Live-Pianomusik begleitet wird, am Sonntag ein Galadiner und freitags Fisch-Büffet. Die Bilder sprechen Bände oder?
„Wie beziehen unsere Produkte von Bergbauern, Obstplantagen und Weingütern aus der unmittelbaren Umgebung. Sogar das Mineralwasser ist aus Meran.“






Ab 7 Uhr morgens sind der beheizte Innen- und Außenpool geöffnet, vormittags auch eine kleine Sauna und Liegefläche auf dem Dach, bevor später der wunderschöne Wellnessbereich neben dem Pool auf drei Etagen öffnet. Besonders schön ist der Koi-Teich inmitten von Schwertlilien vor dem Ruhebereich mit Blick in den Park. Alles ist sehr weitläufig und großzügig angelegt. Am Pool hat man einen Panoramablick in die Berge. Einfach alles sehr erholsam.






Von Wassergymnastik über Massagen und luxuriösen Beauty-Behandlungen bis zu geführten Wanderungen wird natürlich auch jede Menge an Freizeitgestaltung und Gesundheitsprogramm angeboten.
Großzügig bemessen sind auch die 50 Zimmer und Suiten mit Liegemöglichkeiten auf den großen Balkonen, wunderschönen Bädern und vielen Ablagemöglichkeiten, beziehungsweise Schränken. Achtung: die Kapselkaffeemaschine ist ziemlich versteckt neben der Minibar…






Meran und Umgebung
Die Gärten von Trauttmansdorff erreicht man übrigens in zirka 30 Minuten Fußweg durch ein schönes Villenviertel. Die City und das Kurzentrum von Meran in sieben Minuten zu Fuß. Wenn man das Paradies verlassen will, versteht sich. Denn es gibt auch Terrassen, Liegestühle im Park, eine Kapelle, eine wunderschöne Bar, eine Bibliothek und selbstverständlich auch einen Mittagsservice.



Das Hotel versteht sich bis heute als generationsübergreifendes Familienprojekt. Inzwischen ist bereits die vierte Generation mit Philipp Ellmenreich sowie Lorenz Amort in den Betrieb eingebunden. Trotz vieler Modernisierungen – etwa neuer Spa-Bereiche, luxuriöser Suiten und nachhaltiger Umbauten – blieb die familiäre Atmosphäre erhalten.
Bei einem ihrer letzten Interviews meinte die 2020 verstorbene Zenzi etwas nachdenklich „kommot“ seien die Gäste früher gewesen, nicht so gestresst wie heute. Während die Damen mit großen Hüten auf der Kurpromenade herumspazierten, hätten die Herren im Hotelsalon Zigarren gepafft und Whisky getrunken. Fürst Sayn von Wittgenstein, auch Gast im Mignon, etwa habe täglich eine Flasche Hochprozentiges in sich hineingeschüttet. Er sei dann vom Mignon direkt nach München weitergereist, wo er sich im Bayerischen Hof erschossen hatte. „Gottseidank nicht bei uns!”, erzählte Zenzi. Der spektakuläre Selbstmord hätte sich ja für das Mignon geschäftsschädigend ausgewirkt…
Hotel Mignon Park & Spa
K. V. Grabmayr-Straße 5
39012 Meran
Südtirol – Italien
Weitere Hotels im Familienbesitz
Desireemeran.com – Appartements
*Presseaufenthalt in Zusammenarbeit mit AHM Kommunikation
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