Höllensteinhaus und -See – Ausflug ins Viechtacher Land

14. Mai 2026 | immer.lecker, immer.unterwegs

„Bayerisch Kanada“ wird es auch genannt: das Regental im Viechtacher Land in der nördlichen Oberpfalz. Ein besonderes Highlight für geübte Wanderer ist der Wandersteig 1a Höllensteinsee: Ein naturbelassener Steig über mächtige Felsen und durch saftig-grünen Mischwald. Wer es bequemer mag, mietet sich ein Boot und erkundet damit den wunderschön gelegenen Stausee im Bayerischen Wald.*

Wasser, Wald und Wohlgefühl

Wer vorher oder nachher dann mächtig hungrig geworden ist, dem sei das Höllensteinhaus ans Herz gelegt. Das Restaurant eröffnete im April 2025 und wurde von Klaus Ingerl (Immobilien Projekt Invest GmbH) zusammen mit den Stararchitekten “bergmeisterwolf“ erbaut. Geleitet wird das Haus von Betriebsleiterin Lisa-Maria Lemberger und Küchenchef Thomas Hermersdorfer.

Eines war von vornherein klar: Das Höllensteinhaus sollte sich perfekt in die Landschaft einfügen: „Wir setzten daher auf fließende Übergänge zwischen alt und neu, innen und außen. Die Terrassen führen den Raum zur Natur hin fort, während das Schrägdach in Holzbauweise beinahe mit den umliegenden Bäumen verschmilzt. Dank der großen Fensterflächen dringt natürliches Licht ins Innere und schafft ein harmonisch-heimeliges Ambiente.“

Die Architektur folgt also einer klaren Idee: Übergänge statt Abgrenzungen. Terrassen, die den Innenraum nach außen verlängern. Große Glasflächen, die nicht nur Aussicht bieten, sondern Licht tief ins Gebäude führen. Materialien, die sich an der Umgebung orientieren, allen voran Holz, das Wärme ausstrahlt und zugleich eine visuelle Verbindung zum Wald herstellt.

„Ein Ort wie dieser verlangt Respekt“, so die Macher:innen: „Architektur darf hier nicht dominieren – sie muss begleiten.“ So fügt sich das Haus in die Topografie ein, fast selbstverständlich, als wäre es schon immer Teil dieses Hangs gewesen.

Neuanfang mit Geschichte

Dabei blickt der Standort auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Über Jahre stand das frühere Gebäude leer, ein Ort mit Potenzial, aber damals ohne Perspektive. Erst durch die Initiative des Eigentümers Klaus Ingerl, der seit Jahrzehnten eine persönliche Verbindung zur Region pflegt, wurde das Areal neu belebt.

Bild 2/Mitte: Thomas Hermersdorfer und Lisa-Maria Lemberger

Die Entscheidung, hier neu zu investieren, war mehr als ein wirtschaftliches Projekt. „Es wäre schade gewesen, diesen Platz sich selbst zu überlassen“, so die Motivation. Was folgte, war ein behutsamer, aber konsequenter Neubeginn: Rückbau, Neugestaltung, eine klare Vision für die Zukunft.

Kulinarik als Brücke

Mit Leben gefüllt wird das Höllensteinhaus durch sein freundliches Team. Der Ansatz: eine Küche, die zugänglich bleibt und dennoch Haltung zeigt.

„Wir wollen keinen ausgrenzen. Das ist auch ganz wichtig. Also jeder darf und soll kommen.“

Regionalität ist dabei kein Schlagwort, sondern Grundlage. Produkte aus der Umgebung – Fisch, Eier, Honig – finden selbstverständlich ihren Weg auf die Karte. Gleichzeitig öffnet sich die Küche bewusst für Einflüsse von außen.

„Wir wollen das Beste aus der Region nutzen, ohne uns zu begrenzen“, so Hermersdorfer, der früher in Anton Schmaus‘ „Sticky Fingers“ in Regenburg gearbeitet hat: „Aromen kennen keine Grenzen – und genau das macht es spannend.“

Das kulinarische Konzept folgt dem Rhythmus des Ortes. Tagsüber ist das Haus ein Anlaufpunkt für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler – unkompliziert, einladend, geprägt von einer ehrlichen, frischen Küche. Am Abend jedoch verändert sich die Atmosphäre: Dann wird das Höllensteinhaus zur Bühne.

Abende mit Charakter

In regelmäßigen Abständen entstehen hier Themenabende, die bewusst über das Alltägliche hinausgehen. Mal stehen italienische Klassiker im Mittelpunkt, mal orientalische Gewürzwelten, mal ein offenes Barbecue mit Live-Grillstation unter freiem Himmel.

„Wir wollten von Anfang an mehr als nur ein klassisches Ausflugslokal sein“, erklärt Lemberger. „Es geht uns um Erlebnisse – um Abende, die man so nicht überall findet, die man nicht so schnell vergisst.“

Diese Veranstaltungen sind zugleich Einladung sowie die Möglichkeit, kreativ zu sein. Für Gäste, die Neues entdecken möchten, ebenso wie für das Team, das sich kulinarisch entfalten kann. Die Resonanz zeigt: Das Konzept trägt. Nicht selten wird aus einem spontanen Besuch mehr – eine Feier, eine Anfrage, ein Wiederkommen.

Zwischen Ausflug und Destination

Gerade diese Vielschichtigkeit macht den Ort besonders. Das Höllensteinhaus ist vieles zugleich: Ziel, Erholungsort, Treffpunkt, Tagesausflug, Party und besonderer Anlass.

Seine Lage bleibt dabei Herausforderung und Qualität zugleich. Abseits größerer Zentren gelegen, ist der Betrieb stark vom Wetter abhängig – ein sonniger Tag bringt Bewegung, Regen hingegen Stille. Doch genau daraus entsteht auch eine eigene Dynamik: Wer kommt, entscheidet sich bewusst für diesen Ort.

„Man muss hierher wollen“, sagt das Team. „Und genau das macht den Unterschied.“

Unser Molly fühlte sich sichtlich wohl, Bild 3: der Höllensteinsteg mit Bootsverleih

Ein Blick in die Zukunft

Die Entwicklung ist damit längst nicht abgeschlossen. Ideen für weitere Angebote, zusätzliche Veranstaltungen und sogar Übernachtungsmöglichkeiten stehen im Raum – behutsam gedacht, im Einklang mit dem Ort.

Im Mittelpunkt aber bleibt das, was den Charakter des Höllensteinhauses ausmacht: die Verbindung von Landschaft, Architektur und Gastlichkeit.

Oder, wie es sich vielleicht am treffendsten sagen lässt: ein Ort, der nichts erzwingen will – und gerade deshalb lange nachwirkt.

Ich werde das kulinarische Angebot in Zukunft sicher öfters in unsere Ausflugsplanungen aufnehmen, da wir echt begeistert waren! Fusion Küche mit regionalem Bezug, eine herrliche Terrasse und tolle Gastgeber.

Höllensteinhaus

Höllenstein 23

94234 Viechtach

hoellensteinhaus.de/de

Bis 17. Mai Do-So 11 bis 17 Uhr geöffnet

21. Mai bis 13. September Di-So, 11 bis 17 Uhr

Abend-Sonderveranstaltungen hier

Der Höllensteinsteg mit Kiosk und Bootsverleih ist von April bis September täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet

Der Wandersteig im Online-Tourenplaner

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*Presseinladung

Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik in Regensburg. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de - liebt Nachhaltigkeit, den Slow Lifestyle, Kunst und natürlich Musik. Chefin vom Dienst der neuen musikzeitung, Porträts für Politik & Kultur, die Zeitschrift des Deutschen Kulturrats. Gründungsmitglied der Bavarian Giants, HSP und neurodivergent...

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