Christina kocht: Blütenbutter mit Wiesen-Schaumkraut

Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) ist eine zarte Wildpflanze, die im Frühling auf feuchten Wiesen, an Gräben und Bachrändern wächst. Es wird etwa 20 bis 50 Zentimeter hoch und bildet von April bis Juni blassrosa bis violette Blüten.
Typisch sind die gefiederten Rosettenblätter am Boden und die schmalen Blätter am Stängel. Die Blüten sind kreuzförmig aufgebaut, meist leicht unregelmäßig und fein geadert.



Geschmacklich ist das Wiesen-Schaumkraut scharf und würzig mit einer leichten Blumigkeit. Es erinnert an Kresse und wird mit zunehmender Blüte deutlich intensiver.
Verwendet wird es vor allem roh, zum Beispiel im Salat, auf dem Brot oder als würzige Ergänzung in Wildkräutermischungen.
Für mein Brunch mit Freunden wird das Wiesen-Schaumkraut auf den Buttertellern zum festlichen Hingucker.



Blütenbutter mit Wiesen-Schaumkraut
(4 kleine Portionen)
Das braucht man:
- 1 Stück Butter
- 1 Handvoll Blüten des Wiesen-Schaumkrauts
- etwas Blütenpfeffer oder roter Pfeffer
- eine Prise Salz



Und so geht’s:
Die Butter bei niedriger Temperatur vorsichtig schmelzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Blüten unterrühren und die Mischung in Silikonförmchen füllen. Über Nacht kalt stellen, damit die Butter wieder fest wird.
Am nächsten Tag aus der Form lösen und zum Brunch servieren.



Hinweis:
Frisch verzehren, da die Butter mit den frischen Blüten nur etwa zwei Tage haltbar ist.
Mehr von Christina findest du unter
Weitere leckere Rezepte in einem alphabetischen Register findest du hier.
Du möchtest nichts mehr verpassen? Abonniere den Newsletter hier. Er kommt nur einmal im Monat, inkludiert Verlosungen nur für Abonnentinnen, und du kannst ihn jederzeit wieder abbestellen.
Ähnliche Beiträge

Anya Schmidt und Tegernsee Kitchen: Essen ist so viel mehr als Ernährung
Es gibt wenige Food Blogs, denen ich folge und die mich inspirieren. Schließlich habe ich auch ein Kochbuch geschrieben, hatte eine monatliche Kolumne mit vegan-vegetarischen Gerichten in einer Tageszeitung, und vieles wiederholt sich einfach ständig. Tegernsee...

Christina kocht: Vogelkirsch-Chutney
Die Vogelkirsche (Prunus avium) ist die wilde Urform unserer heutigen Süßkirschen. Aus ihr wurden über viele Generationen hinweg die großen, saftigen Herzkirschen und Knorpelkirschen gezüchtet, die wir heute aus Gärten und Obstplantagen kennen. Zwar sind die Früchte...

Christina kocht: Lindenröllchen mit Camembert-Creme & Wildblüten
Eigentlich hatte ich ein anderes Rezept geplant. Aber dann bin ich am Sonntagmorgen an einem wunderschönen Lindenbaum vorbeigekommen. Die Blätter waren noch ganz jung, hellgrün, weich und frisch – genau der kurze Moment im Frühling, in dem sie einfach perfekt sind....

Höllensteinhaus und -See – Ausflug ins Viechtacher Land
„Bayerisch Kanada“ wird es auch genannt: das Regental im Viechtacher Land in der nördlichen Oberpfalz. Ein besonderes Highlight für geübte Wanderer ist der Wandersteig 1a Höllensteinsee: Ein naturbelassener Steig über mächtige Felsen und durch saftig-grünen...

Barkultur alkoholfrei – Kurztrip zum Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg
Wenn die Tage wieder länger werden, und sich trotzdem ein Alltag ohne große Abwechslung an den anderen reiht, müssen wir unbedingt kulinarisches Neuland entdecken und endlich wieder Ausflüge machen. Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg stand schon länger auf unserer...

Christina kocht: Duftiger Magnolien-Milchreis
Ich habe keinen eigenen Garten. Also habe ich angefangen, die Gärten anderer kennenzulernen. Mittlerweile weiß ich ziemlich genau, wer in meiner Stadt nicht spritzt. Ich weiß, wo die Tulpenmagnolien (Magnolia × soulangeana) stehen. Und wo ich die Veilchen (Viola...




0 Kommentare