Hotel Hohenwart in Schenna bei Meran, Südtirol

19. April 2026 | immer.unterwegs

Schon als ich das erste Bild vom 25-Meter-Pool mit dieser Aussicht in die Berge auf Instagram entdeckte, wusste ich, da muss ich hin: ins Hotel Hohenwart. Ein Südtirol-Fan bin ich ja sowieso schon seit vielen Jahren…

Das Hohenwart punktet aber nicht nur mit einer atemberaubenden Lage, besagtem Pool und exzellenter Küche, sondern ist auch familiengeführt in dritter Generation. Und die Ehefrau des Gründers, Anna, geborene Hölzl vom Schennerhof, ist nachmittags immer noch am Marende-Kuchenbuffet zu Gange. Sie hat Konditorin in Deutschland gelernt, und so wurde das Hohenwart nach ihrer Heirat mit Franz Mair auch als Kuchen-Paradies bekannt und beliebt. Franz war das sechste von sieben Kindern des Prairerhofs und wollte kein Bauer werden, sondern ahnte, dass der Tourismus hoch nach Schenna kommen würde.*

Bild 2/Mitte zeigt das jetzige Leitungsteam mit Sepp Mair, seiner Schwester Christine, Ehefrau Gerti und Sohn Franz. Foto, auch Titel: Benjamin Pfitscher

Von der Frühstückspension zum Sterne-Hotel

Nach aufregenden Jahren beim Militär wünschte sich Franz Mair statt eines Hofs ein kleines Grundstück für eine Frühstückspension, aber die Bank wollte ihm dafür keinen Kredit gewähren. Der Rest ist Geschichte, und 1957 band sich der junge Bauernsohn eine weiße Schürze über seine Tracht und begrüßte seine ersten Gäste.

Aus den 18 Zimmern, Etagendusche und einem kleinen Frühstückssaal wurde über die Jahre ein Vier-Sterne-Superior-Haus, das inzwischen neben dem Stammhaus noch mit drei weiteren Bauten vervollständigt wurde: dem Haus Christine, dem Haus Traube und dem VistaSpa, einem Adults Only Spabereich mit Solebad und Panoramasauna hoch oben auf dem Dach mit traumhaftem Blick.

Stammgäste, die Wert auf die Nähe zum Restaurant legen, werden im Mutterhaus untergebracht, das immer noch traditionelle Elemente aufweist und mit den Jagd-Trophäen Franz Mairs geschmückt ist. Er hatte viele Hobbys: neben der Jagd die Imkerei und ging gern auf Reisen. So fiel es ihm nicht schwer, den Betrieb bald an die jüngere Generation zu übergeben, denn „die Kinder können keine Freude an der Arbeit haben, wenn sie nicht selbstständig arbeiten dürfen“, so Mair 2017.

Zuhause bei Freunden

Im Haus Traube wohnen gerne Familien, die sich im Hallenbad austoben können. Von dort aus geht es auch zu besagtem traumhaften Pool und den Liegenwiesen nebst herrlichem Garten. Und die ganz Aktiven, die es oft ins Gym, nach oben in die Apfelbaumwege oder ins wunderschöne VistaSpa schaffen, werden bevorzugt im Haus Christine untergebracht.

Mein großzügiges Zimmer im Haus Traube, das so heißt, weil der Sohn Franz Mairs und jetziger Chef Sepp Mair im Traube Tonbach ein Praktikum gemacht hat, ist der perfekte Ort zum Runterkommen und sehr geschmackvoll und minimalistisch eingerichtet.

Die Gäste sollen sich wohl und wie zu Hause fühlen.

Deshalb ist an alles gedacht: viele Kleiderbügel, viel Stauraum, ein Notfallset, frisches Wasser, ein großzügiger Schreibtisch, ein Wanderrucksack, Trinkflasche, Schuhablage und ein Set zum Teezubereiten. Im Badezimmer gibt es einen Kosmetikspiegel, dessen Beleuchtung automatisch angeht, wenn man sich nähert… Es gibt sogar ein Gäste-Bügelzimmer, in dem man auch waschen kann. Und für jeden einen kostenlosen Parkplatz in der Tiefgarage.

Die Nähe zu Meran, der hübsche Dorfkern mit Kirche, Mausoleum und Burg als auch die Wanderwege, die direkt vom Hotel aus weggehen, es wird einem sicher nicht langweilig. Trotzdem gibt es auch noch ein Tagesprogramm mit Sport- und Entspannungsstunden, Ölverkostung oder Aufgüssen im großzügigen Saunabereich des VistaSpas. Knaller ist der Ruheraum mit Blick auf Schenna, die Berge und in die Obsthänge. Kosmetik- und alle möglichen Wellness-Behandlungen kann man selbstverständlich dazu buchen.

Christine Bibliothek und Nachhaltigkeit

Dass ich ohne Bücher verreise, das gibt es eigentlich gar nicht. Der Horror war es auf einer Mexikoreise, dass ich nichts mehr zu lesen hatte. Aber irgendetwas vergesse ich immer, diese Mal: Bücher! Umso größer war die Erleichterung, als ich erfuhr, dass ich in Sepp Mairs Schwester Christine eine Seelenverwandte an die Seite gestellt bekommen hatte. Und ihre Bibliothek, die den Gästen frei zugänglich ist. Wunderbar, der freie Nachmittag am Pool und das Lesen vorm Zubettgehen abends waren gerettet.

In punkto Nachhaltigkeit ist das Hohenwart ein Vorreiter. Es ist seit 2023 mit dem Nachhaltigkeitslabel Südtirol zertifiziert (seit 2025 auf höchster Stufe) und setzt umfassende Maßnahmen für ökologische, regionale und soziale Nachhaltigkeit um.

Im Umweltbereich gehören dazu unter anderem energieeffiziente Systeme, eigene Stromproduktion, Wassersparmaßnahmen, Verzicht auf Einwegplastik, ressourcenschonende Reinigung sowie nachhaltige Bauweise. Gäste werden zu umweltfreundlicher Mobilität motiviert, etwa durch gute ÖPNV-Anbindung, E-Mobilität, Verleihangebote und den Südtirol GuestPass.

Kulinarisch liegt der Fokus auf Eigenproduktion und regionalen Produkten, ergänzt durch vegetarische Optionen und Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen.

Auch soziale Verantwortung spielt eine Rolle: faire Arbeitsbedingungen, Aus- und Weiterbildung, Mitarbeiterbenefits sowie langfristige Beschäftigung prägen den Betrieb.

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Kulinarik

Im Restaurant-Bereich gibt es sowohl traditionelle zünftige Stuben mit viel Holz als auch einen modernen eleganten Anbau mit Blick in den Garten. Das Frühstück und die Marende, ein typisch südtirolerische Nachmittagsbrotzeit werden in Buffetform serviert.

Zum Abendessen, das typisch italienisch mehrere Gänge beinhaltet, werden die Gäste vom Juniorchef Sepp und seiner Frau Gerti persönlich begrüßt. Perfekter Service, angeführt von Gaetano und Sommelier Peter, die den Gästen galant jeden Wunsch von den Augen ablesen. Es gibt übrigens ein tolles umfangreiches Angebot an alkoholfreien Aperitivs, Weinen und Bieren. Das alkoholfreie Basilikumbier Calma aus der Freedl Kollektion der Brauerei Pfefferlechner aus Lana hat mir so geschmeckt, dass ich mir ein Kistchen mit nach Hause nehmen musste. Gebraut wird es vom Schwager des Chefs, Pfefferlechner sind Vorreiter in Südtirol in Sachen alkoholfreies Bier.

Was die Speisen betrifft lasse ich mal Bilder und ein Video sprechen, viele regionale Zutaten und Fine Dining pur jedenfalls. Jeder Gang ein Erlebnis, der frei wählbar ist und die Käseauswahl am Samstag sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Am besten isst man eben in Südtirol.

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Ausflüge: Schenner Waalweg

Direkt vom Hotel aus kann man entweder runter ins hübsche Dorf und auch bis Meran spazieren, oder man begibt sich hoch hinauf auf den Schenner Waalweg, der entlang eines Bewässerungssystems für die Apfelplantagen angelegt wurde. Ich marschierte erst ins malerische Dörfchen St. George und von da aus den Waalweg bis zur Talstation der Seilbahn Taser. Sogar eine erfrischende Kneipp-Station gibt es her. Wunderbar, und immer mit Blick ins Tal und auf die Berge gegenüber.

Der perfekte Tag

Für Frühaufsteherinnen wie mich gibt es vor dem Frühstück ab 7.30 Uhr schon Espresso und Ingwer-Zitronen-Wasser im Hallenbad. So gestärkt kann im wunderschönen beheizten Außenbecken ein paar Bahnen schwimmen und die Natur im Garten genießen. Nach dem Frühstück unbedingt wandern gehen! Danach entweder am Pool, im wunderschönen Ruheraum oder auf der Dachterrasse des VistaSpas relaxen und saunieren oder dampfbaden. Und natürlich ab 15 Uhr von der Marende kosten, das geht auch im Bademantel. Vor dem Abendessen einen Abstecher in die Bar machen und dann das Dinner genießen. Glücklich ins Bett fallen.

Familien- und Enkel-Paradies

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass das Hohenwart auch ein Paradies für Familien ist. Wenn ihr also euren Enkel:innen etwas bieten wollt: vom Outdoorspielplatz über Billard bis zu diversen Spielecken – hier ist an alles gedacht.

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Hotel Hohenwart

Verdinserstr. 5

39017 Schenna

Italien

Telefon: +39 0473 944400

Fax: +39 0473 945996

info@hohenwart.com

www.hohenwart.com

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*Presseaufenthalt

Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de

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