Vorbilder: Alexandra Bauer und ALEXASCHA Schmuck

15. März 2026 | immer.schick

Alexandra ist Designerin, Unternehmerin, Mutter und die Gründerin von ALEXASCHA, einer Marke für nachhaltigen Schmuck. Geboren wurde sie in Kasachstan, mit 15 ist sie gemeinsam mit ihrer Familie als Spätaussiedlerin nach Deutschland gekommen: „Diese Zeit war eine enorme Umstellung und hat mich tief geprägt: neue Sprache, neue Kultur, aber auch neue Möglichkeiten. Gleichzeitig bin ich zum ersten Mal mit einem Konsumverhalten in Berührung gekommen, das mir bis dahin völlig fremd war. (Press Samples)

Nach einem Grafikdesignstudium und einiger Zeit in der Agenturwelt habe ich schnell gemerkt, dass ich etwas tun will, das wirklich Sinn ergibt und meine Talente fördert statt sie zu verbrauchen“, erzählt sie im Interview. (Press Samples/Affiliate Link)

Wann und warum hast du ALEXASCHA gegründet? Was war deine Motivation?

2012 habe ich ALEXASCHA nebenberuflich gestartet – aus dem Bedürfnis heraus, etwas zu schaffen, das ästhetisch, funktional und zugleich nachhaltig ist. 2020 wurde daraus eine GmbH – gemeinsam mit meiner besten Freundin als Geschäftspartnerin. Heute sind wir ein kleines Team, das mit viel Liebe Schmuck designt, der nicht nur gut aussieht, sondern auch eine Haltung transportiert. Meine Motivation war und ist es, Schönheit aus dem zu schaffen, was andere wegwerfen würden, weil ich es mein Leben lang so gemacht habe. Aufgewachsen in Armut, war Upcycling für mich nie Trend, sondern Alltag.

„Aus Alt mach Neu“ ist in deinem Blut. Wie verwirklichst du das konkret bei ALEXASCHA?

Indem ich das, was ich mein Leben lang intuitiv gemacht habe, in ein professionelles Produkt übersetzt habe. Ich habe immer Dinge upgecycelt – Möbel, Kleidung, Materialien – alles, was ich in die Finger bekommen habe. Unser Schmuck entsteht aus aussortierten Glasfliesensteinen, recyceltem Glas und recycelbarem Edelstahl. Wir arbeiten ressourcenschonend und produzieren langlebige Stücke, die durch Qualität und zeitloses Design überzeugen – nicht durch kurzlebige Trends.

Wie passt das BAUHAUS in deine Designs?

Das Bauhaus ist für mich die Grundlage meines gestalterischen Denkens – nicht nur wegen der Ästhetik, sondern vor allem wegen der Philosophie dahinter. Funktionalität, Langlebigkeit, Zugänglichkeit und Schönheit sollen kein Widerspruch sein. Wir bei ALEXASCHA setzen noch einen drauf:

Wir glauben, dass Design auch nachhaltig sein kann, ohne dabei an Ausdruck oder Qualität zu verlieren.

Für wen kreierst du deinen Schmuck?

Für Menschen, die Freude am Leben haben – ganz egal, wie alt sie sind oder welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen. In erster Linie sind es Frauen, die ich zutiefst bewundere. Ich wünsche mir oft, sie könnten sich durch meine Augen sehen und erkennen, wie schön sie wirklich sind statt ständig an sich herum zu zweifeln oder sich verstecken zu wollen. Jede Frau ist einzigartig und wir feiern sie in all ihren Farben!

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Wo und von wem wird dein Schmuck gefertigt?

Wir entwickeln unsere Designs im eigenen Studio und haben dabei eine klare Regel: maximal drei Bestandteile pro Schmuckstück. Alles wird ausschließlich aus upgecycelten, recycelten oder recycelbaren Materialien gefertigt. In unserer Werkstatt stellen wir den Glasschmuck komplett selbst her – vom Sortieren der Ausschusssteine aus der Fliesenindustrie bis zum fertigen Schmuckstück. So bleibt alles in unserer Hand und unserer Verantwortung.

Dafür braucht ihr auch keine Löcher in den Ohren und den Anhänger kann man austauschen, hübsch oder?

Wie würdest du deine Schmuckstücke beschreiben? Was macht sie besonders?

Ich würde sagen, dass es der Widerspruch ist, der ihn in erster Linie besonders macht. Es ist Modeschmuck, der sich nicht an Mode orientiert. Kein Gold, keine Edelsteine – sondern bewusste Materialwahl und ein hoher Anspruch an Form, Verarbeitung und Wirkung. Unsere Stücke tragen vielleicht keinen hohen Materialwert, aber sie sind Ausdruck von Wertschätzung – gegenüber Ressourcen, Handwerk und den Menschen, die sie tragen. Und genau das macht sie so besonders.

Bist du zufrieden mit allem, wie es jetzt ist, oder hast du eine Vision für die Zukunft?

Wir sind noch ein kleines Unternehmen – aber mit einer starken Vision. Dass unsere Designs eher nischig sind, ist mir vollkommen bewusst. Aber genau darin liegt auch ein großes Potenzial.

Ein Beispiel: Ohrclips gehören mittlerweile zu unseren erfolgreichsten Kategorien. Das hätte niemand gedacht – wir selbst auch nicht! Unser Wunsch ist es, dass unsere Haltung ansteckend wirkt. Und ja, insgeheim träumen wir davon, dass die Leute irgendwann nicht mehr sagen: „Ich brauche neue Ohrclips“, sondern: „Ich brauche neue Alexaschas.“
Das wäre doch herrlich, oder?

„Wert entsteht durch Wertschätzung, nicht durch Material“

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Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de

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