Hamburg – Städtetrip bei Minusgraden

26. Februar 2026 | immer.unterwegs

Vor Jahren war ich mit meiner Mama im „König der Löwen“, auch mit meinem Sohn habe ich die Hansestadt bereits besucht. Das stand unter anderem das Miniaturwunderland auf dem Programm. Dieses Mal wollte ich alles meinem Mann zeigen, der vorher noch nie in Hamburg war. Ende Januar, dachte ich, da ist es bestimmt nicht mehr so kalt. Letztes Jahr um diese Zeit in Meran hat es sich schon wie Frühling angefühlt.

Pustekuchen. Schon beim Checken der Wetter App ein paar Tage vorher gingen mir die Äuglein über. -7 Grad, what? Nun ja, da wir umweltfreundlich mit der Bahn anreisten, ging Verschieben gar nicht. Und waren wir nicht Anfang Januar in Tirol nicht auch bei -10 Grad herumspaziert?

Nun sind -10 Grad auf einem sonnigen Hochplateau etwas ganz anderes als -7 im windigen Norden Deutschlands. Und dann streikten auch noch U-Bahn und die Busse. Montag war außerdem, also fielen die Deichtorhalle und die Kunsthalle flach. Dafür kann Hamburg aber nichts, und wir haben das Beste draus gemacht.

Bild 2/Mitte: auch die Außenalster war voller Eis. Bild 3/re das imposante Rathaus der Stadt.

Premier Inn – Schlafqualität und Gemütlichkeit

Inzwischen ist es wie Heimkommen, denn ich war bereits in München und in Köln im Premier Inn. Hier wird sehr großer Wert auf Schlafkomfort und -qualität gelegt. Die Zimmer sind zwar klein, aber es ist alles da, was man braucht. Ich liebe die festen Kissen und Boxspring-Betten. Toll sind auch die Bügelbretter und die Kaffee-/Teestation.

Der Bar-/Lobby-Bereich ist auch in allen Häusern der britischen Hotelkette ähnlich gemütlich. Man fühlt sich sofort wohl und zu Hause in den schön arrangierten Sitzbereichen mit Sofas und großzügigen Sesseln. Das passt dann wieder perfekt zum Winter in Hamburg. Die Lage des Premier Inn Hamburg City Klostertor ist zudem perfekt. Die S-Bahn-Station ist 300 m entfernt, von dort fährt man genau eine Station zu Hauptbahnhof und zum City Center.

Auch das Frühstück lässt kaum Wünsche offen: es gibt sehr guten Kaffee, Rührei, Bohnen, allerlei Gemüse, und sehr beachtenswert ist die große vegane Auswahl! Hummus und vegane Streichalternativen lasse ich mir auch gerne schmecken. Wir kommen sicher wieder. Es gibt in Hamburg übrigens insgesamt acht Alternativen über die ganze Stadt verteilt.

(Presse Aufenthalt)

Essen und trinken

Weil es mir vor Jahren dort gefallen hat, haben wir wieder einen Tisch im Ahoi by Steffen Henssler reserviert und wurden nicht enttäuscht. Meine gebackenen Garnelen Henssler Style mit Pommes war genau das Richtige. Schön garniert mit roten Zwiebeln, Chili und Koriander. Lecker. Klar ist das eine Kette, aber wenn der Service und das Essen so gut sind, warum nicht? Die Bullerei kommt dann das nächste Mal dran 😉

Das Café Paris hätten wir ohne Empfehlung nicht gefunden. Es hat mich sofort an das Orphée in Regensburg erinnert, in dem ich viel Jahre im Service gearbeitet habe. Hanseatisch-französisch geht es hier zu. Der Kaffee ist umwerfend, und ich freue mich immer, dass es solche Cafés noch gibt, die einzigartig sind und alles andere als 08/15. Globalisierung hin oder her. Und dieser entzückende Salon, einfach schön oder?

Auch was wir im neuen Westfield Center am Hafen gegessen haben, war gut. Und die Speicherstadt mit Eis aufgefüllt, das sieht auch nicht jeder… Entzückend das kleine zugehörige Museum mit zwei aufgestellten Heizlüftern, das die Geschichte dieser Touristenattraktion bis heute erzählt.

Hamburg CARD und die Elphi

Mit unserer Hamburg Card bekamen wir auch hier Rabatt, ab 12,90 Euro inklusive freie Fahrt im Nahverkehr, da kann man nicht meckern.

Zu einem der Wahrzeichen Hamburgs, der Elbphilharmonie, kann man normalerweise mit der U-Bahn fahren, wir sind zum Presserundgang tapfer durch den Wind gestapft. Unbedingt mit der Rolltreppe zur öffentlich zugänglichen Plaza fahren und den 360-Grad-Rundumausblick über Hamburg genießen. Früher wegen der hohen Kosten etwas in Verruf geraten gehört die Elphi, wie sie liebevoll genannt wird, inzwischen zu den kulturellen Attraktionen Hamburgs. Der große Saal mit rund 2.100 Plätzen und der Kleine mit 550 sind zu 98% ausgelastet. Alles an diesem Bauwerk ist besonders.

Entworfen vom renommierten Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron, erhebt sie sich direkt aus der Elbe. Der ikonische Bau verbindet einen ehemaligen Backsteinspeicher aus den 1960er-Jahren – den Kaispeicher A – mit einer geschwungenen, funkelnden Glasfassade, die an Wellen, Segel und Wasserreflexionen erinnert. Ein Hotel, Restaurants, Bars und Souvenirshops sind hier ebenfalls zu finden.

Aber die Hauptrolle spielt natürlich die Musik. Die Akustik – entwickelt vom japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota – im Herzstück des Konzerthauses, dem Großen Saal ist einzigartig. Die Zuschauerplätze sind hier nach dem sogenannten Weinberg-Prinzip terrassenförmig um die Bühne herum angeordnet, was eine außergewöhnliche Nähe zwischen Publikum und Musiker:innen schafft. Und selbst der entfernteste Platz liegt nur etwa 30 Meter vom Dirigentenpult entfernt.

Auch die verbauten Materialien laden zum genauen Hinsehen – und gelegentlich auch zum Anfassen – ein. Berühmt ist vor allem die akustische Wandverkleidung der Säle, die sogenannte „Weiße Haut“, deren individuell gefräste Gipsfaserplatten nicht nur optisch auffallen, sondern entscheidend zur Klangqualität beitragen. Ganz ausdrücklich erwünscht ist das Anfassen in der Elbphilharmonie Instrumentenwelt: In den Kaistudios können Besucher:innen Instrumente aus aller Welt entdecken, ausprobieren und so Musik unmittelbar erleben.

Mit ihrem breit gefächerten Programm von Klassik über Jazz, Pop und Weltmusik bis hin zu experimentellen Formaten und umfangreichen Education-Angeboten ist die Elbphilharmonie heute eines der bedeutendsten Konzerthäuser Europas.

Elbphilharmonie

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Hamburg nachhaltig

Auch in Sachen Nachhaltigkeit hat Hamburg einiges zu bieten. Wir durften das Vorzeige-Projekt Bridge & Tunnel persönlich besichtigen. Alles dazu hier.

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Ich hoffe, mein kleiner Einblick hat euch Lust auf Hamburg gemacht. Sollten die Temperaturen wieder einmal in den zweistelligen Plusbereich geraten, kommen wir sicher zurück und führen unsere Entdeckungsreise weiter.

Danke an dieser Stelle an Hamburg Tourismus und die Elbphilharmonie

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Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de

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