LUBANA – basische Naturkosmetik, die wirkt

11. Januar 2026 | immer.schick

Werbung. Der Name „LUBANA“ steht für „Luxusbasennaturkosmetik“. Und dahinter steht Gründerin und Female Founder Marita Kraus, die ihre Firma 2024 an das Ehepaar Gelder, das später unten im Artikel auch zu Wort kommen wird, verkauft hat. Da mich solche Geschichten immer sehr interessieren habe ich Marita in ihrem schönen Haus in Straubing besucht und im Interview befragt. Abgesehen davon habe ich natürlich die Vitamin-E-Creme, den Reinigungsschaum, den Toner und das Enzym-Peeling ausführlich getestet und bin begeistert. Erfrischte ausgeruhte Haut am Morgen ist das Ergebnis. Dass die Produkte wirken sieht man auch der über 70-Jährigen an.

Wie sind Sie zur Kosmetik gekommen?

Alle zehn Jahre hat sich bei mir etwas verändert. Ich habe nicht bewusst Entscheidungen getroffen für neue Lebenswege, das hat sich immer ergeben.

Ich bin Erzieherin, ausgebildete Sozialpädagogin und habe mit Hörgeschädigten gearbeitet. Dann kamen meine beiden Kinder, damals gab es keine Kindekrippen, meine Mama lebte weiter weg, also konnte ich nicht mehr arbeiten.

Zehn Jahre lang bin ich dann für verschiedene Firmen Modenschauen gelaufen, habe zehn Jahre Nachhilfe gegeben, Deutsch, Englisch, Mathe für Realschule und Gymnasium. Und dann bin ich in die Gesundheitsbranche reingerutscht, einfach durch Interesse. Aus einem Hobby wurde Leidenschaft, und ich absolvierte eine Neue-Homöopathie-Ausbildung. Meine Praxis war sehr erfolgreich, die Patientinnen kamen von überall her.

Innerhalb von weiteren zehn Jahren habe ich so das Geld für die Gründung von LUBANA verdient. Parallel dazu hielt ich Vorträge zum Thema „Zurück zu Gesundheit und Schönheit“.

Da kam der Säure-Basen-Haushalt ins Spiel. Wir sollten uns und unsere Haut unbedingt basisch pflegen, denn wir kommen ja aus dem Wasser, das Meer ist basisch. In fast allen gängigen Cremes und Pflegemitteln fand ich Sodium Laureth Sulfat, das auch im Garagenbodenreiniger aus den USA steckt. Dieses SLS kann zu Hautrötungen und Irritationen führen und der Haut langfristig wirklich schaden.

Warum basisch?

Unsere Haut ist auch unser größtes Ausscheidungsorgan und sollte unbedingt basisch gepflegt werden. Die Natur macht keinen Fehler, Babys liegen neun Monate im basischen Fruchtwasser, die Meere sind basisch, unser Planet ist ein basischer, nur so konnte sich Leben entwickeln. Ich fand leider keine basische Creme, die gut roch und angenehm aufzutragen war. Die Folge war:

„Ja, wenn nichts Gescheites da ist, dann machen wir es selber.“

Meine Geschäftspartnerin, die ich über Vorträge in Augsburg kennenlernte, und ich, hatten natürlich keine Ahnung, wie eine Creme hergestellt wird. Woher kommen die Produkte, wie kommen sie in die Gläser rein? Null. Das war ein äußerst schwieriger Prozess. Wir hatten damals keine Ahnung von nichts.

Dann haben wir einen tollen Rezepteur entdeckt. Der war eigentlich schon im Ruhestand, aber für uns entwickelte er noch einmal Rezepturen.  2008, ich war damals im zarten Alter von 55 Jahren, haben wir die Firma angemeldet und wir sind mit den ersten Produkten auf den Markt gegangen. Ich habe mein ganzes Geld investiert, das ich mit der Praxis verdient hatte.

Das war wirklich volles Risiko. Ohne Ahnung, ob es klappt oder nicht. Braucht die Welt noch eine neue Creme? Das war einfach Übermut. Mut und Übermut stehen ja wirklich nah beieinander. Und es ist, wie man sieht, gut gegangen.

Bio-Zertifizierung

Bald merkten wir, dass wir einen Fehler gemacht hatten, denn wenn wir schon teure Rohstoffe verwendeten… – unser Motto war: “Was man nicht essen kann, kommt nicht auf die Haut“. So kam nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei uns die berechtigte Frage auf, warum wir nicht Bio zertifiziert lassen. Das war dann der nächste Schritt. Alles wurde auf den Natural-Cosmetics-Standard (NCS) gehoben.

Was bedeutet denn jetzt eigentlich „basisch“?

Der pH-Wert des menschlichen Blutes liegt ja zwischen 7 und 7,35. Und das ist basisch. Was drunter ist, ist sauer. Die meisten Cremes liegen bei 6, also sauer.  Basische Kosmetik ist in der Herstellung die Königsdisziplin, vor uns gab es deshalb fast alles nur in Tuben, damit man nicht gemerkt hat, wie stabil oder auch instabil die Konsistenz ist.

Das Zusammenspiel von Wirkstoffen, Konsistenz und Duft ist ein herausragendes Merkmal der Lubana Produkte.

Das heißt praktisch, alle Inhaltsstoffe sind basisch?

Nein, die Inhaltsstoffe sind nicht basisch. Das Endprodukt ist basisch. Das ist eine Kombination aus ätherischen Ölen und Pflanzen. Zur Erzeugung eines basischen Milieus verwenden wir Arginin, da sie auch als Feuchteregulator in der Haut vorkommt. Arginin, eine basische Aminosäure, fördert außerdem noch die Wundheilung und die Narbenpflege.

Das ist schon mal ein Alleinstellungsmerkmal. Das Endprodukt ist eine basische Creme, die die Säure, die aus der Haut austritt nicht wieder zurückdrängt.

Wir manipulieren die Haut nicht, sondern wir regulieren mit unseren Produkten. Die Haut kann somit ihr optimales Hautgleichgewicht finden. Wir stellen alles in Deutschland her mit Rohstoffen höchster Qualität.

Warum haben Sie als Behälter Airless-Spender gewählt?

Airless-Spender sind die moderne, innovative, hochwertige Verpackung für Kosmetik, insbesondere für Biokosmetik. Sie schützen die Cremes vor schädlichen Bestandteilen der Umgebungsluft wie Sauerstoff (Oxidation), Keimen und Pilzsporen. Dadurch wird es möglich Kosmetik mit deutlich weniger und sanfteren Konservierungsmitteln herzustellen, was gerade für Biokosmetik ideal ist. Diese Spender sind natürlich recyclebar und zertifiziert, genau wie der Inhalt.

Mit welchen Produkten sind Sie gestartet? Hat sich das Sortiment erweitert?

Wir hatten von Anfang an eine ziemlich ähnliche Produktpalette:  Tagescreme, Vitamin-Creme, anfangs genannt Pflegecreme, Nachtcreme, Feuchtigkeitsgel, Enzympeeling, Körperlotion, Augenfluid. Dann natürlich etwas zum Waschen, der Reinigungsschaum zum Beispiel ist nicht bio-zertifiziert. Er ist so mild und hat so gute Inhaltsstoffe, den hätte man nur verschlechtert.

Ich werde immer wieder gefragt, was war das Schwierigste?

Dann sage ich immer, das Schwierigste war tatsächlich der Duft. Weil die Rohstoffe, die enthalten sind, die ätherischen Öle und die Pflanzen riechen ja nicht besonders gut. Also machten wir uns auf die Suche nach Firmen mit der höchsten Zertifizierungsstufe, die einen Duft speziell für uns komponierten.

Nur die Augencreme riecht wie sie ist, ohne Duftstoffe, die eventuell die Augen reizen könnten. Sie beinhaltet Hightech, wie Stammzellen des Seefenchels, der aus Le Havre kommt und auch in sehr viel teurer Kosmetik steckt. Nicht nur empfehlenswert gegen Augenfältchen, sondern auch gegen kleine Lippenfältchen.

Kann man die Vitamin-Creme auch als Tagespflege nehmen?

Unbedingt, vor allem im Winter, wenn die Haut mehr Fett braucht. Sie ist übrigens für die ganze Familie geeignet, für Jung und Alt.

Nun hatten Sie diese tollen Produkte, aber niemand wusste davon? Wie bringt man die jetzt an die Frau, in den Vertrieb?

Eigentlich gar nicht. Da muss man dicke Bretter bohren und sehr viel Geduld haben.

Bei einigen Firmen haben wir angerufen, ob sie Lubana ins Sortiment aufnehmen wollen. Andere kommen dann, wenn man bekannter wird, von selbst auf einen zu. Schwierig war auch die Preisgestaltung, wie berechnet man das? Ich hatte ja keine Ahnung.

Den Internet-Auftritt habe ich selber gemacht, alles haben wir selber gebaut, den Online-Shop… Mein Sohn ist vom Fach und hat mir sehr geholfen.

Telefonieren, fragen, schreiben, Verzeichnisse durchforsten. Und irgendwann wurde es ein Selbstläufer. Einen Einbruch hatten wir natürlich während der Pandemie. Da haben viele kleine Geschäfte zugemacht, gerade Kosmetikstudios, die hinterher leider nicht mehr aufgemacht haben. Auch einige Händler waren weg, weil die das diese Zeit nicht überstanden haben. Ich denke mal, die Pandemie hat ca. 50 Prozent vom Umsatz gekostet. Langsam hat sich dann aber wieder alles normalisiert.

Warum haben Sie das Unternehmen verkauft?

Das war keine einfache Entscheidung. Ich bin ja nun über 70, mein Mann hat mir immer mitgeholfen, Pakete für den Versand gepackt zum Beispiel. Jetzt ist er auch in Rente, also haben wir beschlossen, die Firma in gute Hände zu geben. Ich hatte bestimmt über 40 Anfragen. Georg Gelder und seine Frau Jasmin haben das Rennen gemacht und natürlich unterstütze ich die beiden bis heute gerne.

Das sind junge Leute, die machen das mit dem Internet und Social Media toll, das hätte ich nicht mehr geschafft. Das war übrigens auch ein Punkt, warum ich verkauft habe. Instagram und Co, das hat mich überfordert. Zumal ich ja alles alleine machen musste.

Und was machen Sie als Nächstes?

Momentan mache ich jetzt einmal nichts, zumindest nicht im geschäftlichen Bereich. Allerdings bin ich natürlich nicht untätig und bringe mich in verschiedenen Vereinigungen ein, wie zum Beispiel bei den Unternehmerfrauen.

Wer weiß wohin mich meine Interessen noch führen, ich lasse mich überraschen.

Interview mit Georg Gelder, dem neuen Geschäftsführer

Georg Gelder ist Unternehmer und Geschäftsführer der LUBANA International GmbH & Co. KG:

„In erster Linie jedoch stolzer Papa und Ehemann. Aufgewachsen in Oberschwaben.“

Sein Hintergrund ist unternehmerisch geprägt: „Mich interessieren Projekte, die auf Qualität, Klarheit und langfristige Entwicklung setzen. Dabei geht es mir weniger um schnelle Effekte als um Substanz und Verlässlichkeit. Mein Antrieb ist dabei etwas langfristiges zu schaffen.

Wie sind Sie auf Basenkosmetik und LUBANA aufmerksam geworden?

Über eine intensivere Auseinandersetzung, im Rahmen der Schwangerschaft meiner Frau, mit Hautgesundheit und Pflegekonzepten. Basenkosmetik hat uns überzeugt, weil sie nicht auf kurzfristige Wirkversprechen setzt, sondern auf Ausgleich und Unterstützung der Haut.

LUBANA fiel dabei auf, weil die Marke dieses Prinzip bereits sehr konsequent umgesetzt hat – ruhig, klar und ohne Überinszenierung.

Warum haben Sie LUBANA gekauft?

Weil LUBANA eine klare Basis hatte: eine verständliche Philosophie, ehrliche Rezepturen und eine treue Kundschaft. Frau Kraus hat mit LUBANA eine tolle Marke geschaffen.

Gleichzeitig bestand Potenzial, die Marke strukturell weiterzuentwickeln – in Positionierung, Vertrieb und Markenführung.

Die Entscheidung war bewusst langfristig gedacht.

Was haben Sie jetzt vor? Wie wollen Sie LUBANA in die Zukunft führen?

Unser Ziel ist es, LUBANA als hochwertige, verlässliche Basenkosmetik-Marke weiterzuentwickeln. Der Fokus liegt auf Qualität, Wirkung und langfristigen Partnerschaften – insbesondere in den Fachgeschäften.

Wachstum soll dabei kontrolliert und sinnvoll erfolgen, ohne die Ruhe und Klarheit der von LUBANA zu verlieren.

Ihr persönliches Lieblingsprodukt?

Tatsächlich sind es drei: das Duschmousse, Gesichtswasser und die Vitamin E Creme.

lubana.de

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Ursula Gaisa

1968 in Schwandorf geboren. Studium Anglistik und Germanistik. Seit 1994 beim ConBrio Verlag. Journalistin, Buchautorin und Herausgeberin von immerschick.de

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