Lena kocht: Sommerküche – Black Bean trifft Maracuja

Vegane Bratlinge mit fruchtiger Mayonnaise und Tomatensalat mit Walnussschrot
Würzige Black-Bean-Bratlinge treffen auf eine selbstgemachte Maracuja-Mayonnaise mit frischem Kurkuma. Begleitet wird das Ganze von einem bunten Tomatensalat mit Walnussschrot – einfach, aromatisch und genau richtig für warme Tage. Wer mag, reicht noch geröstetes Weißbrot dazu.
Das braucht man:
(für 2 P., Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten, Schwierigkeitsgrad: mittel bis etwas anspruchsvoll, Begründung:
– Die Masse für die Bratlinge muss gut abgestimmt werden (nicht zu weich, nicht zu trocken)
– Die Maracuja-Mayonnaise erfordert Fingerspitzengefühl beim Emulgieren)
Für die Bratlinge:
- 250 g gekochte schwarze Bohnen (abgetropft)
- 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL Senf
- 1 EL Sojasauce oder Tamari (glutenfrei)
- 3 EL feine Haferflocken
- 2 EL Hefeflocken
- 2 EL Walnussschrot
- 1 EL Chiasamen + 3-4 EL Wasser, optional: geschrotete Leinsamen als Kleister
- Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, frische Chili
- Öl zum Braten



Für die Maracuja-Mayonnaise:
- 100 ml ungesüßte Sojamilch (zimmerwarm)
- 200 ml neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
- 1 TL Senf
- 1 TL Zitronensaft oder Apfelessig
- 1 Fruchtfleisch einer Maracuja
- 3 EL Maracuja-Saft
- 1 kleines Stück frischer Kurkuma (fein gerieben)
- Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für den Tomatensalat:
- 300 g bunte Tomaten
- 1/2 rote Zwiebel
- 1 TL Apfelessig
- 2 EL Walnussschrot
- Frische Kräuter nach Wahl
- Geröstetes Weißbrot (optional)
- Olivenöl
Der Tomatensalat braucht nur wenig Dressing oder einfach ein gutes Olivenöl. Die Mayonnaise passt hervorragend dazu.


So wird’s gemacht:
Die Chiasamen mit 3 EL Wasser verrühren und etwa 10–15 Minuten quellen lassen.
Die Bohnen aus dem Glas abwaschen und an gut abtropfen lassen. In eine mittelgroße Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken.
Zwiebel, Knoblauch, Tomatenmark, Senf, Sojasauce, Haferflocken, Hefeflocken und den gequollenen Chia-Kleister hinzufügen. Alles gut vermengen, mit Salz, Pfeffer und ggf. Chili abschmecken. Die Masse sollte gut formbar sein – wenn die Masse noch etwas zu feucht erscheint, bei Bedarf noch etwas von den Haferflocken ergänzen.
Aus der Masse vier Bratlinge (auch Frikadellen, Buletten oder vegane Patties genannt) formen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bratlinge bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten (ca. 3 Minuten pro Seite, den Herd auf Stufe 7-8).
Währenddessen die Maracuja-Mayonnaise zubereiten: Die Sojamilch mit Senf und Zitronensaft in ein hohes, nicht zu enges Gefäß geben. Jetzt langsam das Öl einlaufen lassen und dabei mit einem passenden Stabmixer auf höchster Stufe mixen.

Wichtig: Erst wenn eine cremige Emulsion entstanden ist, den Maracujasaft, Kurkuma, Salz und Pfeffer einrühren und nochmals kurz mixen. Tipp: Achte darauf, dass der Mixer gut ins Gefäß passt – sonst gelingt die Emulsion nicht zuverlässig.
Das Fruchtfleisch einer halben Maracuja als Topping auf die Mayonnaise geben. Die andere Hälfte zum Anrichten aufbewahren.
Für den Salat die Tomaten in Stücke oder Scheiben schneiden, die Zwiebel in feine Ringe. Alles auf einem Teller auslegen, mit Öl oder Dressing beträufeln, Walnussschrot darüberstreuen. Mit Kräutern verfeinern.
Die Bratlinge auf dem Salat anrichten, etwas von der Mayonnaise auf dem Teller verteilen und nach Wunsch mit geröstetem Weißbrot servieren.
Mehr von Lena unter
Weitere leckere Gemüse-Rezepte in einem alphabetischen Register findest du hier.
Du möchtest nichts mehr verpassen? Abonniere den Newsletter hier. Er kommt nur einmal im Monat, inkludiert Verlosungen nur für Abonnentinnen, und du kannst ihn jederzeit wieder abbestellen.
Ähnliche Beiträge

Christina kocht: Lindenröllchen mit Camembert-Creme & Wildblüten
Eigentlich hatte ich ein anderes Rezept geplant. Aber dann bin ich am Sonntagmorgen an einem wunderschönen Lindenbaum vorbeigekommen. Die Blätter waren noch ganz jung, hellgrün, weich und frisch – genau der kurze Moment im Frühling, in dem sie einfach perfekt sind....

Höllensteinhaus und -See – Ausflug ins Viechtacher Land
„Bayerisch Kanada“ wird es auch genannt: das Regental im Viechtacher Land in der nördlichen Oberpfalz. Ein besonderes Highlight für geübte Wanderer ist der Wandersteig 1a Höllensteinsee: Ein naturbelassener Steig über mächtige Felsen und durch saftig-grünen...

Christina kocht: Blütenbutter mit Wiesen-Schaumkraut
Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) ist eine zarte Wildpflanze, die im Frühling auf feuchten Wiesen, an Gräben und Bachrändern wächst. Es wird etwa 20 bis 50 Zentimeter hoch und bildet von April bis Juni blassrosa bis violette Blüten. Typisch sind die...

Barkultur alkoholfrei – Kurztrip zum Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg
Wenn die Tage wieder länger werden, und sich trotzdem ein Alltag ohne große Abwechslung an den anderen reiht, müssen wir unbedingt kulinarisches Neuland entdecken und endlich wieder Ausflüge machen. Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg stand schon länger auf unserer...

Christina kocht: Duftiger Magnolien-Milchreis
Ich habe keinen eigenen Garten. Also habe ich angefangen, die Gärten anderer kennenzulernen. Mittlerweile weiß ich ziemlich genau, wer in meiner Stadt nicht spritzt. Ich weiß, wo die Tulpenmagnolien (Magnolia × soulangeana) stehen. Und wo ich die Veilchen (Viola...

Christina kocht: Ofen-Radicchio mit Tarocco & Scharbockskraut
Bitterstoffe unterstützen die Verdauung, regen Leber und Galle an und helfen, den Körper zu entlasten. Sie machen Mahlzeiten außerdem geschmacklich spannender und harmonisieren süße Aromen. Vitamin C stärkt das Immunsystem, wirkt antioxidativ und hilft dem Körper,...




0 Kommentare